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Europäische Sumpfschildkröte

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Europäische Sumpfschildkröte
Emys orbicularis

Die Europäische Sumpfschildkröte ist die einzige in der Schweiz einheimische Schildkrötenart und hat unter den Sumpfschildkröten die weiteste Verbreitung. Diese reicht von Litauen bis in den Iran. Trotz ihrer Anpassungsfähigkeit wurden die Bestände in der Schweiz stark dezimiert. Im Mittelalter landeten die Tiere auf dem Teller, da sie von der Kirche als „fischähnliches“ Lebewesen anerkannt während der Fastenzeit verspeist werden durften. Später verschwand ihr Lebensraum. Sumpfgebiete wurden trocken -, Flüsse in enge Korsette gelegt. Bis nur noch wenige Tiere übrig blieben.

Neben der europäischen Sumpfschildkröte leben in den Schweizer Gewässern auch ausgesetzte tropische Arten. Vor allem die Rotwangen-Schmuckschildkröte ist verbreitet.

Die europäischen Sumpfschildkröten paaren sich im Frühling. Die Weibchen legen ihre Eier in eine Grube in der Erde oder im Sand ab. Das Geschlecht der jungen Schildkröten wird durch die Temperatur zwischen dem 30. Und 40. Tag nach der Befruchtung bestimmt. Liegt diese über 29 Grad schlüpft im Spätsommer ein Weibchen. Liegt die Temperatur unter 28 Grad entwickelt sich ein Männchen. Bei Temperaturen im Zwischenbereich schlüpfen beide Geschlechter.

Ausgewachsene Sumpfschildkröten ernähren sich hauptsächlich von Wasserpflanzen. Daneben steht auch tierisches Eiweiss in Form von Amphibien, Schnecken oder Wasserinsekten sowie Kadaver von Fischen auf dem Speiseplan. Die kalten Temperaturen im Winter überstehen die Schildkröten in einem Gewässer im Schlamm eingegraben. Sauerstoff nehmen sie während dieser Zeit über die Haut auf.

Im Natur- und Tierpark Goldau haben die Sumpfschildkröten ihre Anlage in der Nähe der Bären- und Wolfanlage neben dem Amphibienteich am Schuttbach.
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Laubfrosch

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Laubfrosch
Hyla arborea

Die als Wetterpropheten bekannten Laubfrösche sind wahre Kletterkünstler. Dank ihren mit Haftscheiben versehenen Zehen sind sie sogar in der Lage, auf glatten Scheiben zu klettern. Zwar können Laubfrösche nicht wirklich das Wetter vorhersagen, aber sie sind die einzigen einheimischen Amphibien, die dank ihrem Hautsekret Sonnenbäder geniessen und dazu bei schönem Wetter auf Zweige klettern. Die meisten anderen Amphibien würden wegen ihrer wasserdurchlässigen Haut Gefahr laufen, dabei auszutrocknen.

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts sind die Bestände des Laubfrosches in der Schweiz regelrecht zusammengebrochen. Während man früher das manchmal ohrenbetäubende Konzert dieser Art noch vielerorts im Mittelland vernehmen konnte, bieten sich heute nur noch wenige Orte als Lebensraum an. Der Laubfrosch ist ein Bewohner der Auenwälder und grosser Feuchtgebiete. Da praktisch alle Flüsse in den Tieflagen entweder verbaut oder für Kraftwerke gestaut wurden, fehlen den Laubfröschen dynamische, d.h. sich von Zeit zu Zeit verändernde Lebensräume. Diese sind jedoch nötig, da sie sich nur in besonnten, nicht zu stark bewachsenen Weihern wohl fühlen und auch fortpflanzen.

Deshalb findet man Laubfrösche heute am ehesten noch in Kiesgruben und in speziell für sie gepflegten Biotopen. Wegen den hohen Ansprüchen bieten ihnen kleinere Weiher in Gärten keine Ersatzlebensräume. In letzter Zeit konnten jedoch vereinzelt ehemalige Lebensräume renaturiert werden. Einige davon wurden von den Laubfröschen prompt wiederbesiedelt.

Der Tierpark Goldau hält eine Gruppe dieser auch in menschlicher Obhut recht heiklen Pfleglinge im Amphibienhaus am Weg zum Panoramaplatz. Es ist gar nicht einfach, einen dieser kleinen grünen Frösche zu entdecken. Versuchen Sie es doch einmal! Die meisten der jungen Frösche werden übrigens  im nahe gelegenen Naturschutzgebiet ausgewildert.
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Kammmolch

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Kammmolch
Triturus cristatus

Die Amphibien werden in drei grosse Gruppen unterteilt: Blindwühlen, Frosch- und Schwanzlurche. Davon kommen in der Schweiz die letzteren beiden vor. Die bis zu 18cm langen Kammmolche sind die grössten einheimischen Molche.

Wie viele andere Molche führen auch die Kammmolche einen Teil des Jahres ein verborgenes Leben an Land. Doch spätestens im Frühjahr treffen sich die Tiere im Wasser zur Balz (Paarung). Dann ist der „Kamm“ der Männchen am grössten und sie zeigen ihr spannendes Werbeverhalten. Dazu stellen sich die Männchen vor das Weibchen, machen einen Katzenbuckel, um den Kamm zu präsentieren und wedeln mit dem Schwanz Wasser ins Gesicht des Weibchens. Am besten kann man dieses Verhalten zwischen März und Mai sehen. Die Paarung- und Laichzeit erfordert viel Energie, so dass die Kammolche auf umfangreiche Nahrung angewiesen sind.

Auf ihrem Speiseplan stehen Kleinkrebse, Würmer, grössere Schnecken und Egel, wie auch Larven und Eier anderer Amphibien.

Kammmolche in der Natur zu beobachten ist schwierig. Einerseits bevorzugen sie tiefere, dicht bewachsene Weiher, andererseits sind sie bei uns selten geworden. Der Kammmolch ist ein Bewohner der Auenwälder und grosser Feuchtgebiete. Da aber praktisch alle Flüsse in den Tieflagen entweder verbaut oder für Kraftwerke gestaut wurden, fehlen den Kammmolchen geeignete Lebensräume. Diese Tatsache führte zu ihrem Bestandesrückgang, denn mit Gartenbiotopen oder Kiesgruben ist ihnen wenig gedient, da diese oft zu klein oder zu wenig bewachsen sind.

Im Tierpark Goldau können Sie die Kammmolche (zusammen mit anderen Amphibienarten) im Amphibienhaus gleich neben dem Eingang beobachten.
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Feuersalamander

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Feuersalamander
Salamandra salamandra

Die Amphibien werden in drei grosse Gruppen unterteilt: Blindwühlen, Schwanz- und Froschlurche. Davon kommen in der Schweiz die letzteren beiden vor. Feuersalamander sind die grössten einheimischen Schwanzlurche und verbringen ihr Leben sowohl im Wasser wie auch an Land. Wie bei allen Amphibien in der Schweiz leben die Larven (Jungtiere) im Wasser. Feuersalamander bilden aber eine Ausnahme: Sie paaren sich an Land und legen nicht Eier (Laich), sondern selbstständige Larven ins Wasser ab.

Typisch für die Feuersalamander ist der schwarze Körper mit auffallenden orange-gelben Flecken. Jeder Feuersalamander kann an seiner eigenen Färbung eindeutig von anderen Individuen unterschieden werden. Feuersalamander können bis etwa 20cm gross werden. In der Schweiz kommen zwei Unterarten der Feuersalamander vor, die man an der Art der Färbung unterscheiden kann: die Gefleckten (südlich der Alpen) und die Gebänderten (nördlich der Alpen). Sie leben vorwiegend in feuchten Laubmischwäldern oder Schluchten bis etwa 1000-1300 m.ü.M. und jagen während der Nacht bei feuchter Witterung. Sie fressen Schnecken, Würmer, Insekten und deren Larven sowie andere kleinere Wirbellose.

Feuersalamander verteidigen sich, wenn sie sich in Lebensgefahr fühlen, durch die Abgabe von giftigen Hautsekreten. Diese Gifte können auch für den Mensch unangenehm sein, daher sollte man die Tiere nicht berühren, wenn man sie auf einem Spaziergang entdeckt. Dadurch werden auch die langfristig als gefährdet geltenden Feuersalamander geschont. Übrigens können sie im Aquarium bis über 50 Jahre alt werden, die Regel ist  allerdings 7-15 Jahre.

Im Tierpark Goldau können Sie die Feuersalamander (zusammen mit anderen Amphibienarten) im Amphibienhäuschen beim Eingang beobachten.
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Erdkröte

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Erdkröte
Bufo bufo

Die Amphibien werden in drei grosse Gruppen unterteilt: Blindwühlen, Schwanz- und Froschlurche. Davon kommen in der Schweiz die letzteren beiden vor. Die Erdkröte gehört zu den Froschlurchen und verbringt ihr Leben sowohl im Wasser (Paarungs- und Laichzeit) wie auch an Land.

Das Weibchen kann bis zu 11cm lang werden, das Männchen ist etwas kleiner. Die Pupille ist waagrecht elliptisch geformt mit kupferroter Iris. Typisch für Kröten ist auch die mit Warzen besetzte graubraune, drüsenreiche Haut. Früher galten Erdkröten als giftig, aber in Wirklichkeit dienen die Drüsenaussonderungen zum Schutz vor Fressfeinden. Für uns Menschen ist dieses Sekret ungefährlich. Wichtig ist lediglich das Händewaschen bevor man sich z.B. die Augen reibt; damit kann ein unangenehmes Jucken verhindert werden. Den Winter verbringt die Erdkröte während ca. 5 Monaten in Erdlöchern, in einer so genannten Kältestarre.

Ende Februar/ anfangs März macht sie sich auf den mühsamen Weg zu ihrem Geburts- und Laichgewässer. Der Beginn der Wanderung wird u.a. durch die Temperatur beeinflusst; als unterste Schwelle gelten 4-5 Grad Celsius. Kröteneier können leicht von Froschlaich-Klumpen unterschieden werden: Die Kröteneier bestehen aus langen Laichschnüren, welche um Wasserpflanzen geschlungen sind. Nach dem Laichen wandern die Erdkröten zu ihren Sommerquartieren, wo man sie in Wiesen, Feldern, Gärten oder im Wald findet. Die Wanderungen, die bis zu 2km lang sein können, sind oft mit grossen Gefahren (z.B. Strassenverkehr) verbunden und kosten vielen Erdkröten das Leben. Die Erdkröte gehört zu den gefährdeten Amphibienarten und steht in der Schweiz auf der Roten Liste.

Im Tierpark Goldau können Sie die Erdkröte im Amphibienhaus direkt neben dem Eingang beobachten.
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Kolkrabe

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Kolkrabe
Corvus corax

Der grösste Singvogel der Welt sieht zwar wie die bekannte Krähe aus, ist jedoch bedeutend scheuer. Kolkraben meiden meist menschliche Siedlungen. Sie kommen im Bergland und in einsamen Wäldern des Flachlandes vor. Nebst Europa besiedeln sie auch weite Teile Nordamerikas, Nordafrikas und Nordasiens.

Im Flug ist ihm kaum ein Tier gewachsen, häufig kann man ihn Adler und andere grössere Greifvögel durch gezielte Sturzflüge ärgern sehen. Kolkraben sind sehr intelligente Tiere, welche durchaus Kunststücke erlernen können. In der Natur nützen sie ihre Intelligenz, um auch die verborgenste Nahrung zu finden. Kolkraben ernähren sich von toten und lebendigen Tieren, soweit sie diese erwischen können. Auch viel Obst und Getreide gehört in ihren Speiseplan. Da Kolkraben sich häufig von Aas ernähren, bekamen sie vor allem in früheren Jahrhunderten auch einen schlechten Ruf. Dieser rührte wohl daher, dass man sie während Kriegen an Leichen fressen sah.

Kolkrabenweibchen sind ausserordentlich gute Mütter, welche ihren Jungen sogar das „Bett machen“, indem sie je nach Temperatur das Nest unterschiedlich auspolstern. In der Regel legt das Weibchen im Februar vier bis sechs Eier. Während es brütet, wird es vom Männchen gefüttert. Die Jungen schlüpfen nach höchstens drei Wochen und verlassen nach gut eineinhalb Monaten das Heim.

Im Tierpark Goldau haben die Kolkraben Ende 2005 ein erweitertes Gehege oberhalb der Bartgeier erhalten, wo man sie jedes Jahr bei der Jungenaufzucht beobachten kann. Diese werden nach Erreichen der Selbstständigkeit in geeignete Zoos innerhalb Europas gebracht, wo sie ein neues Zuhause finden.
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Grünfink

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Grünfink
Carduelis chloris

Der olivgrüne Singvogel mit den gelben Flügelbinden und Schwanzkanten ist in fast ganz Europa (ausser in Island und Lappland), in Israel und Nordafrika verbreitet. Auch in der Schweiz ist er häufig anzutreffen. Ein weiteres Merkmal nebst dem auffälligen Federkleid ist der kräftige horngraue Schnabel.

Ursprünglich lebte er an Waldrändern, in Lichtungen und lockeren Gehölzen, wo er in Nadelbäumen, Efeu, oder dichtem Laubwerk brütete. Dank den Obstkulturen, Gärten, Friedhöfen, Parks und Alleen ist er im Laufe der Zeit bis mitten in dicht bewohnte Städte vorgedrungen. Er ist sehr anpassungsfähig, in Höhen über 900 m.ü.M. kommt er jedoch eher selten vor.

Grünfinken sind sehr gesellig und nisten gern in aufgelockerten Kolonien in benachbarten Büschen. Das Nest bauen sie aus Halmen, dünnen Zweigen, Würzelchen und Moos. Innen ist es mit Federn und Tierhaaren weich ausgepolstert. Sie legen vier bis sechs Eier pro Brut und brüten zwei- bis dreimal im Jahr. Daher ist es keine Seltenheit, auch im August und September noch Junge im Nest zu finden.

Der Grünfink, auch Grünling genannt, ernährt sich als Körnerfresser von Samen, Früchten und Blütenknospen. Im Herbst und Winter ist er oft in Schwärmen bei uns anzutreffen, wo er auf Stoppelfeldern und Ödflächen Nahrung sucht. Grünfinken haben einen wellenförmig auf- und abgleitenden Flug, da sie ihre Flügel beim Fliegen für einen kurzen Augenblick ganz geschlossen halten.

Im Tierpark Goldau kann man die Grünfinken in der gleichen Voliere wie die Wiedehopfe gleich beim Eingang beobachten. Lauschen Sie den mannigfaltigen Tönen unserer zwei Grünfinkenpaare.
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Fichtenkreuzschnabel

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Fichtenkreuzschnabel
Loxia curvirostra

Der Fichtenkreuzschnabel ist ein Singvogel aus der Familie der Finken. Auffälligstes Erkennungszeichen sind die beiden gekreuzten Spitzen seines dicken Schnabels. Mit diesem Spezialwerkzeug kann der Vogel die Samen zwischen den Schuppen von Nadelholzzapfen herausholen. Das Gefieder des Weibchens ist graugrün, dasjenige des Männchens gelb oder orange bis ziegelrot gefärbt.

Der Fichtenkreuzschnabel lebt hauptsächlich in Nadelwäldern, aber auch in Parkanlagen und Gärten Mittel- und Nordeuropas sowie in Asien und Nordamerika. Er hält sich am liebsten dort auf, wo er ein grosses Angebot an Nadelbaum-Samen findet. Gelegentlich frisst er auch wilde Früchte oder Insekten. In der Schweiz kommt es in unregelmässigen Abständen zu „Masseninvasionen“ von Fichtenkreuzschnäbeln aus dem Osten. Ursache dieses Phänomens ist wahrscheinlich eine schlechte Zapfenernte in der Heimat.

Bruten sind das ganze Jahr über möglich, Winter- und Frühlingsmonate werden jedoch bevorzugt. Den Nestbau übernimmt das Weibchen. Im oberen Bereich der Fichten errichtet es aus Halmen, Moos, Federn und Tierhaaren ein geeignetes Nest. Die drei bis fünf weiss-braun gefleckten Eier werden 14 bis 16 Tage lang gewärmt. Während dieser Zeit versorgt das Männchen das brütende Weibchen mit Futter. Etwa zwei Wochen nach dem Schlüpfen sind die Jungvögel flügge. Danach werden sie weiterhin für kurze Zeit von den Eltern versorgt. Erst jetzt bilden sich bei den Jungen die gekreuzten Schnabelspitzen.

Der Fichtenkreuzschnabel ist auch unter vielen anderen Namen bekannt. Da er in der Weihnachtszeit oft gesehen wird, bezeichnet man ihn auch als „Christvogel“. Die Legende besagt, dass der Fichtenkreuzschnabel versucht habe, die Nägel aus dem Kreuz Jesu zu ziehen – deshalb auch der gekreuzte Schnabel. Ein weiterer Name ist Gichtvogel. Man glaubte früher, der Vogel ziehe die Krankheit eines Kranken an sich. Zudem hört man auch die Namen „Krummschnabel“ und „Zigeunervogel“.
Im Natur- und Tierpark Goldau teilt sich der Fichtenkreuzschnabel eine Voliere mit Vögeln aus demselben Lebensraum. Zu finden ist die gefiederte Gemeinschaft rechts neben dem Eingang.
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Alpendohle

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Alpendohle
Pyrrhocorax graculus

Die schwarz gefiederten Alpendohlen mit ihren gelben Schnäbeln kann man in der Schweiz fast auf jeder Bergwanderung bewundern. Von den Amseln unterscheiden sie sich durch ihre Grösse und die orangen Beine. Alpendohlen leben im Gebirge bis in Höhen von über 4000 m.ü.M. Sie sind akrobatische Segelflieger und lassen sich oft in grösseren Trupps von den Aufwinden an Bergspitzen und Abstürzen in die Höhe tragen.

Sie können ohne weiteres Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h beim abwärts Sausen mit angelegten Flügeln erreichen. Das Verbreitungsgebiet der Alpendohle erstreckt sich von Marokko über den ganzen Alpenraum bis in den fernen Osten. Obwohl Alpendohlen Bergwanderern und Skifahrern wohl bekannt sind, weiss man wenig über ihr Leben. Während der Brutzeit ab März dulden sie keine anderen Nester im Umkreis von 50m, schliessen sich jedoch ausserhalb des Nestbereiches sofort wieder zu grösseren geselligen Schwärmen mit bis zu mehreren hundert Tieren zusammen.

Die Nester werden in Felshöhlen und -spalten gebaut. Altvögel bleiben dem einmal gewählten Brutplatz ganzjährig treu, während Jungvögel in einem grösseren Gebiet von Kolonie zu Kolonie umherziehen.

Alpendohlen ernähren sich im Sommerhalbjahr hauptsächlich von Insekten, im Winter von Beeren, Samen und Abfällen. Oft können sie auf der Suche nach Essensresten in der Nähe von Bergrestaurants beobachtet werden, da sie keinesfalls scheu sind und manchmal sogar aus der Hand fressen.

Im Tierpark Goldau finden Sie die Alpendohlen in den Volieren auf der rechten Seite, wenn Sie vom Eingang in Richtung Fischotter unterwegs sind.
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Waldohreule

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Waldohreule
Asio otus

Die Waldohreule gehört zu den am weitesten verbreiteten und anpassungsfähigsten Eulenarten der Welt. Ihr Vorkommen reicht von ganz Europa, Nord- und Ostafrika bis hin nach Nordamerika und weite Teile Asiens.

Waldohreulen sind schlanke, ca. 35 cm grosse Vögel mit knapp einem Meter Flügelspannweite. Besonders auffällig sind die langen Federohren; diese sind übrigens keine echten Ohren, sondern sie dienen der Stimmungsanzeige. Die Färbung kann unterschiedlich dunkelbraun oder gräulich marmoriert sein. Bei uns im Tierpark kann man beobachten, dass die Eulen ihren Sitzplatz entsprechend ihrer Färbung wählen – nämlich dort, wo sie am besten getarnt sind.

Waldohreulen sind dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber halten sie sich in Bäumen versteckt, wobei sie sich in aufrechter Haltung an den Stamm schmiegen. Fühlt sich die Waldohreule von einem Feind bedroht, wendet sie eine besondere Taktik an: Sie legt ihr Gefieder dicht an den Körper an, so dass sie sehr schlank wird und einem abgebrochenen Ast ähnelt. Im Winter ziehen nordische Waldohreulen bis nach Mitteleuropa. Hier können sich bis zu 100 Vögel zu grossen Gemeinschaften zusammentun, um tagsüber in Bäumen zu schlafen und nachts auf die Jagd nach Kleinsäugern zu gehen. Im nächsten Frühling kehren sie dann wieder in ihr angestammtes Brutrevier zurück. Aber auch mitteleuropäische Eulen zeigen ein Wanderverhalten. Auf der Suche nach neuen Gebieten können Jungvögel nach dem Selbstständig werden bis zu 2’000 km weit abwandern.

Unsere Waldohreulen finden Sie in der Eulenvoliere auf dem Rundgang. Dort teilen sie sich das Gehege mit anderen Eulenarten. Obwohl sie dämmerungs- und nachtaktiv sind, lohnt sich auch tagsüber ein Besuch. Versuchen Sie die verschiedenen Bewohner der Voliere zu entdecken!
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Waldkauz

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Waldkauz
Strix aluco

Der Waldkauz ist der vielseitigste Jäger unter den europäischen Eulen. Seine Jagdmethoden sind eine Kombination aus Ansitz-, Flug- und Bodenjagd. Er kann über der Beute wie ein Falke „rütteln“, schlägt Vögel und Fledermäuse aber auch im Flug, erbeutet Mäuse, Fische, Frösche und zieht Regenwürmer aus dem Boden. Man kann sagen, er fängt alles, was er erreicht. Diese Vielseitigkeit ermöglicht ihm das Leben in allen baumreichen Landschaften: lichte Wälder in tiefen bis mittleren Höhenlagen, Parkanlagen sowie grosse Friedhöfe und Gärten in Städten. Er brütet auch in Höhlen oder in Gebäuden jeglicher Art und kann dabei weniger anpassungsfähige oder schwächere Eulenarten verdrängen. Bei besonders kalten Wintertemperaturen vermeidet der Waldkauz die höchsten schneereichen Lagen.

Sein Verbreitungsgebiet reicht von Westeuropa bis Westsibirien und Nordwestafrika.

In der Schweiz bildet der Waldkauz in Lagen unter 1’000m die häufigste Eulenart. Er wirkt kräftig, gedrungen und erreicht eine Länge von ca. 39 cm. Beide Geschlechter sind gleich gefärbt, wobei das Weibchen etwas schwerer ist. Den Ruf des Männchens „huuu–hu-hu-uuuuu“, dem oft ein Weibchen mit „lulululuhuuuuuu“ antwortet, kann man häufig bei Nachtspaziergängen vernehmen.

Der Waldkauz ist dämmerungs- und nachtaktiv mit einer Mitternachtspause. Tagsüber ruht er in Verstecken im Revier. Gerne nimmt er aber auch ein Sonnen- oder Sandbad vor seiner Schlaf- oder Bruthöhle.

Im Natur- und Tierpark Goldau lässt sich der Waldkauz gut an seinen Ruheplätzen beobachten. Am späten Nachmittag kommt häufig etwas Bewegung in die Eulenvoliere, vor allem im Winter, wenn es früh eindunkelt.
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Uhu

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Uhu
Bubo bubo

Der Uhu ist mit einer Flügelspannweite bis über 180cm die grösste Eulenart der Welt. Er gehört zur Gruppe der Ohreulen, deren Merkmal die langen, abstehenden Federohren sind, die je nach Gemütszustand waagrecht bis steil aufgerichtet sind. Die eigentlichen Ohren sitzen jedoch seitlich am Kopf.

Uhus kommen von Westeuropa und Nordafrika bis nach Ostasien vor. Die einzelnen Unterarten haben sich in ihrer Grösse und Färbung an ihren jeweiligen Lebensraum angepasst. Sie sind vor allem in felsigen Regionen zu finden, wo Wälder und offene Landschaften sich abwechseln. Bekannte Brutgebiete in der Schweiz sind z.B. die grossen Alpentäler wie das Engadin oder Wallis. Zu schaffen machen dem Uhu nebst den schwindenden Lebensräumen auch Hochspannungsleitungen, Stacheldraht und Pestizide. Seit 1925 steht der Uhu unter gesetzlichem Schutz.

Uhus sind nacht- und dämmerungsaktiv. Bei der Jagd stürzen sie sich entweder von einer Warte aus auf die Beute nieder oder sie suchen ihre Nahrung im lautlosen Flug. Wie alle Eulen besitzen Uhus spezielle Federstrukturen, welche die Luftturbulenzen beim Flug mindern, und so ein beinahe geräuschloses Fliegen ermöglichen. Die Nahrung besteht zu zwei Dritteln aus Säugetieren, wie Ratten, Spitzmäuse, Hasen oder junge Rotfüchsen. Auch Vögel, Frösche und gelegentlich Fische werden von Uhus gerne gefressen. Die Beute wird vollständig verzehrt. Unverdauliche Teile wie Knochen, Zähne, Haare und Federn werden anschliessend als so genannte Gewölle wieder ausgewürgt.

Im Tierpark finden Sie den Uhu in der begehbaren Voliere auf dem Rundgang. Er ist von den kleineren Eulenarten abgetrennt, da er als geschickter Jäger für diese gefährlich wäre.
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Steinkauz

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Steinkauz Athene noctua

Der Steinkauz ist eine der am meisten bedrohten Eulenart in der Schweiz. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über ganz Mittel- und Südeuropa. Er erreicht eine Grösse von gut 20cm, hat einen breiten, etwas flachen Kopf ohne Federohren und ein graubraunes Gefieder. Beide Geschlechter sind gleich gefärbt, das Gefieder der Jungvögel istetwas blasser.

Der Steinkauz besiedelt Kulturland und offenes Gelände mit einzelnen Bäumen, felsige Gegenden, aber auch Parkanlagen und Ortschaften. Er brütet in Felsspalten und in Schlupfwinkeln alter Gemäuer sowie in Höhlen alter Kopfweiden und Obstbäume. Der Rückgang so genannter Hochstamm-Baumkulturen durch die Intensivierung in der Landwirtschaft führte auch zum Rückgang der Steinkauz-Bestände. Während der Brutdauer von 22-28 Tagen (Gelege von 3-5 Eiern) versorgt das Männchen das Weibchen mit Nahrung. Die Jungvögel werden nach dem Ausfliegen noch einige Zeit von beiden Elternteilen mit Nahrung versorgt.

Weniger als alle anderen einheimischen Eulen scheut der Steinkauz das Tageslicht. Man kann ihn ohne weiteres bei seiner Jagd auf kleine Beutetiere beobachten. Seine Hauptaktivität entfaltet er jedoch in den Morgenstunden und abends nach Sonnenuntergang. Die vielseitige Nahrung des Steinkauzes besteht zu drei Viertel aus Mäusen, dann folgen grössere Insekten, seltener Vögel und Amphibien. Meist jagt der Steinkauz von einer hohen Stelle aus, dabei startet er seinen Flug oft durch einfaches sich Fallenlassen. Häufig sucht er auch zu Fuss den Boden nach Insekten und Würmern ab.

Trotz der vielen abergläubischen Gerüchte wird der Steinkauz gerne als Käfigvogel gehalten, wohl auch deshalb, weil er etwas umgänglicher ist als seine Artgenossen.

Bei uns im Tierpark Goldau finden Sie den Steinkauz zusammen mit den Waldrappen in einer Voliere neben dem Fischottergehege.
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Schleier-Eule

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Schleier-Eule
 Tyto alba

Die Schleier-Eule lässt sich leicht an der schneeweissen, flachen Gesichtsbefiederung erkennen. Zusammen mit den für Eulen eher kleinen, schwarzen Augen verleiht diese der Schleier-Eule das typische Aussehen. Beide Geschlechter sind gleich gefärbt.

Schleier-Eulen sind ausgeprägte Kulturfolger, d.h. sie nehmen gerne von Menschen geschaffene Strukturen als Schlaf- und Nistplätze an. Häufiger als alle anderen Eulenarten nisten Schleier-Eulen in Dachstühlen, Taubenschlägen, Scheunen oder in Kirchtürmen. Ihr relativ hoher und unheimlicher Schrei brachte ihnen früher den Ruf eines Todesboten ein.

Die Schleier-Eule ist nachtaktiv, Tages- und Dämmerungsaktivität findet kaum statt. Sie besitzt besonders hoch entwickelte Sinne, so dass sie selbst in stockdunkler Nacht rein akustisch ihre Beute orten und jagen kann.

Ihre bevorzugte Nahrung besteht aus Mäusen, aber auch Singvögel, kleinere Eulenarten und Reptilien können auf ihrem Speiseplan stehen. Sie jagt meist aus einem niedrigen Suchflug, und da sie kaum ein Fluggeräusch (Anpassung der Federstruktur) verursacht, kann sie sogar dem Rascheln einer flüchtenden Maus nachfliegen.

Schleier-Eulen findet man fast überall in Europa (ausser Skandinavien), Südasien, Australien, Afrika und Amerika. Ihr Bestand ist heute in Mitteleuropa eher abnehmend, da viele geeignete Nistplätze durch Renovationen zerstört werden.

Im Tierpark Goldau befinden sich die Schleier-Eulen zusammen mit anderen Eulenarten in der begehbaren Voliere auf dem Rundgang. Es braucht etwas Geduld, um die Schleiereule tagsüber zu entdecken. Sie halten sich meist sehr gut versteckt in einer Felsnische oder einem hohlen Baumstamm auf.
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Bartkauz

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Bartkauz
Strix nebulosa

Der Bartkauz ist ein Bewohner der nordischen Wälder. Meist sitzt er unbeweglich auf einem erhöhten Standpunkt und späht nach Wühlmäusen, seiner bevorzugten Nahrung.

Mit einer Grösse von fast siebzig Zentimetern ist der Bartkauz eine der grössten Eulenarten. Trotz seiner Grösse gleitet er ruhig und geschickt durch die Wälder. Seine grosse, fast kreisrunde Gesichtsmaske verleiht ihm einen etwas starren Ausdruck. Typisch sind die feinen jahresringähnlichen Linien im Muster der Gesichtsmaske. Seinen Namen hat er von einem Büschel schwarzer Federn unter dem Schnabel. Dieser so genannte „Bart“ sticht aus dem ansonsten grauen Gefieder hervor.

Obwohl beinahe so gross wie der Uhu, ist der Bartkauz bedeutend leichter. Ein Grossteil seines Körpervolumens besteht aus Federn. Anders als viele seiner Verwandten trifft man den Bartkauz auch am helllichten Tage aktiv an.

Hat er einmal eine Beute gesichtet, so ist er darauf so konzentriert, dass er sich bei der Jagd ungestört beobachten lässt.

Vermutlich leben Bartkäuze in „Dauerehe“. Das Weibchen ist, wie bei den meisten Eulen, deutlich grösser als das Männchen. Gebrütet wird in verlassenen Greifvogelnestern oder in Baumstümpfen, seltener in selbst gescharrten Bodenmulden. Die geschlüpften Jungen (nach vier Wochen Brutzeit im Mai und Juni) bleiben bis zu 30 Tage im Nest. Wenn sie nach etwas mehr als 50 Tagen flügge sind, lassen sie sich meist noch bis Ende Oktober von ihren Eltern durchfüttern. In Jahren mit geringem Nahrungsangebot fällt die Brut manchmal auch aus.

Bei uns im Tierpark Goldau lassen sich unsere Bartkäuze auch tagsüber gut in der Eulenvoliere beobachten. Sie teilen sich dort die Anlage problemlos mit verschiedenen kleineren Eulenarten.
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Kranich

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Kranich
Grus grus

Der hellblaugraue Kranich gehört seit jeher zu den besonders verehrten Vögeln. Zum einen ist dies wegen seines majestätischen Schreitgangs und seinem speziell gefärbten Federkleid mit schwarzem Hals und rotem, federlosen Scheitel, zum anderen wegen seiner Lebensweise. Kraniche binden sich nämlich lebenslänglich an ihren Partner und kehren meistens an die gleichen Brutplätze zurück. Daher steht der Kranich symbolhaft für Treue. Beide Geschlechter sind gleich gefärbt, das Männchen ist etwas grösser als das Weibchen.

Vermutlich um die Partnerschaft immer wieder zu bekräftigen, führen die Kraniche im Frühling spektakuläre Balztänze auf. Dabei springen sie mit offenen Flügeln in die Luft, lassen einen trompetenähnlichen Ruf ertönen, verbeugen sich und umkreisen einander. Dieses Verhalten kann z.T. auch ausserhalb der Paarungszeit beobachtet werden.

Normalerweise legen Kraniche zwei Eier und beide Geschlechter beteiligen sich beim Nestbau und der Aufzucht. Die Nester am Boden bestehen aus Pflanzenmaterial. Sind die Jungtiere geschlüpft, verlassen sie nach einem Tag das Nest und folgen den Eltern, wobei immer ein Elterntier ein Junges führt.

Das Verbreitungsgebiet der Kraniche erstreckt sich von Mitteleuropa über Skandinavien bis nach Ostsibirien. Im Oktober/November ziehen die europäischen Tiere auf einem schmalen Zugkorridor in den Süden nach Spanien, Südfrankreich und Nordwestafrika, wo sie den Winter verbringen. Tatsächlich überwintern teilweise auch in der Schweiz Einzeltiere. Die Rückreise treten sie im Februar/März an. Kraniche gehören in Europa zu den gefährdeten Brutvögeln.

Im Tierpark Goldau können Sie die Kraniche am Blauweiher besuchen. Sie befinden sich dort nahe der kleinen Brücke in einem eigenen Gehege.
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Grünfüssiges Teichhuhn

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Grünfüssiges Teichhuhn
Gallinula chloropus

Das Teichhuhn besitzt ein schwarzes Federkleid mit einzelnen, in einer Linie angeordneten, weissen Federn an den Flanken. Durch unaufhörliches Schwanzzucken zeigt es die weisse Unterschwanzseite. Vom Blässhuhn unterscheidet es sich durch einen roten Schnabelansatz. Zudem besitzt diejenige Unterart, welche im Tierpark gehalten wird, auffällig grün gefärbte Beine.

Die Teichralle, wie das Teichhuhn manchmal auch genannt wird, ist sehr weit verbreitet. Ausser in Australien ist es auf allen Kontinenten vertreten. Allerdings ist das Teichhuhn ziemlich kälteempfindlich, frostige Winter können eine Kälteflucht hervorrufen, so dass die Tiere in den Süden ziehen.

Das Teichhuhn lebt an stehenden oder langsam fliessenden Gewässern mit dichter, üppiger Vegetation, die ihm genügend Schutz bietet. An diesen Uferlebensraum ist es hervorragend angepasst: Mit den langen Zehen können die Teichhühner klettern, aber auch auf Schwimmblättern laufen. Dabei ist das Gewicht über eine grössere Fläche verteilt. Beim Schwimmen „nickt“ das Teichhuhn unverkennbar mit dem Kopf. Die Nahrung des Teichhuhns ist sehr vielfältig und jahreszeitlich unterschiedlich. Sie setzt sich aus Pflanzen der Uferzone, Samen und Früchten sowie verschiedenen, kleinen Weichtieren zusammen. Dabei suchen sie ihre Nahrung sowohl unter als auch über Wasser. Im Winter kommt auch Gras auf den Speisezettel.

Während der Brutzeit (Gelege 5–11 Eier, Brutdauer 17–24 Tage) lebt das Teichhuhn sehr zurückgezogen, zeigt aber auf Parkteichen und im Winter oft wenig Scheu. Das Nest befindet sich oft versteckt am Boden, in Büschen und sogar auf Bäumen. Bei uns im Tierpark Goldau brauchen Sie auch etwas Geduld, um das kleine Tier rund um den Blauweiher zu entdecken.
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Blässhuhn

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Blässhuhn
Fulica atra

Das Blässhuhn, auch Blässralle genannt, ist in vielen Teilen Europas der am meisten verbreitete und häufigste Schwimmvogel. Dieses starke Vorkommen verdankt das Blässhuhn zum Teil auch seiner vielseitigen, anpassungsfähigen Ernährungsweise. Es ist praktisch ein Allesfresser: frische und faulende Pflanzenteile, kleinere Wassertiere sowie alles, was bei Entenfütterungen anfällt. Zudem sucht das Blässhuhn seine Nahrung sowohl im Wasser als auch an Land.

Viele Wasservögel legen ihre Nester nahe bei Blässhühnern an. Offenbar profitieren sie von der Wachsamkeit der schwarzen „Taucherli“, wie sie in der Schweiz häufig genannt werden. Blässhühner verhalten sich zur Brutzeit sehr aggressiv und verteidigen ihre Reviere gegen Artgenossen und andere Wasservögel – aber keinesfalls so, dass sie andere Arten verdrängen würden.

Blässhühner können sehr schnell rennen. Mit Unterstützung der Flügel suchen sie bei unliebsamen Störungen sogar „wasserlaufend“ das Weite. Dabei helfen ihnen ihre grossen Füsse, deren Zehen mit breiten Lappen versehen sind. Diese dienen auch dem besseren Antrieb beim Schwimmen – ähnlich den Schwimmhäuten bei Enten, Gänsen und Schwänen.

Mitte April bebrüten Blässhühnerpaare gemeinsam 5-10 Eier. Das Nest befindet sich am Ufer oder zwischen Wasserpflanzen im Seichtwasser. Das Männchen ist während der Brut häufig auch damit beschäftigt, das Nest auszubessern. Die schwarzen Jungvögel zeigen einen auffällig roten Kopf und verlassen das Nest bereits 12 Stunden nach dem Schlupf, um den Elterntieren auf dem Wasser zu folgen.

Blässhühner finden Sie im Tierpark Goldau vor allem auf dem Blauweiher.
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Zwerg-Welsumer

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Zwerg-Welsumer
Gallus gallus domesticus

Der Welsumer ist ein Haushuhn. Wie der Name vermuten lässt, stammt dieses ursprünglich aus dem holländischen Welsum. In Deutschland wurde es dann zum Zwerg-Welsumer weitergezüchtet. Die offizielle Anerkennung dieser neuen Rasse erfolgte 1947 in Kiel. Zuerst gab es nur rost-rebhuhnfarbige Zwerg-Welsumer. Heute bereichern orange oder silbrigfarbige Typen die Farbenvielfalt der Federkleider. Ihre Augen leuchten orange, die Beine sind gelb gefärbt.

Die weiblichen Tiere nennen sich Hennen oder Hühner und wiegen um die 1 kg. Die männlichen Tiere, die Hähne oder Gockel, bringen mit circa 1.3 kg etwas mehr Gewicht auf die Waage. Sie sind zudem gut erkennbar an ihrem deutlich grösseren, roten Kamm auf dem Kopf.

Vor allem frühmorgens, manchmal aber auch tagsüber, markieren die Hähne ihr Revier durch ein gut hörbares Krähen.

Zu Beginn wurden die Zwerg-Welsumer insbesondere wegen ihrer Legeleistung gezüchtet. Sie legen pro Jahr durchschnittlich 140 dunkelbraune, matte Eier mit einem Gewicht von ca. 45 bis 60 g. Doch auch ihr Fleisch wird geschätzt.

Im Natur- und Tierpark Goldau bewegen sich die robusten, wetterfesten, lebhaften und relativ zutraulichen Hühner frei im Eingangsbereich, den sie sich unter anderem mit den Seidenhühnern teilen. Ihr gemeinsamer Stall befindet sich im Durchgang zwischen dem Waschbären- und dem Murmeltiergehege. Als Allesfresser erhalten sie von den Tierpflegern pflanzliche und tierische Nahrung wie Körner, Grünfutter, Früchte oder Mehlwürmer.

Schweiz. Welsumer-Geflügel-Züchter-Klub

Alpensteinhuhn

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Alpensteinhuhn
Alectoris graeca

Das kleine Alpensteinhuhn (rund 500-700g Gewicht und knapp 30cm Länge) gehört zu der Ordnung der Hühnervögel und ist nahe mit den Fasanen verwandt. Sein Verbreitungsgebiet beschränkt sich eher auf das südliche Europa. In der Schweiz selber kommt es nur in den Alpen vor, wo es Höhenlagen von 700-2’700m besiedelt. Dabei bevorzugt das Alpensteinhuhn steile Südlagen mit Zwergsträuchern, alpine Weiden und Blockfelder. Gerne hält es sich in unübersichtlichen Steilhängen auf, wo es durch das felsenfarbige Gefieder hervorragend getarnt ist. In der Roten Liste ist das Alpensteinhuhn unter den potenziell gefährdeten Arten aufgeführt.

Zur Brutzeit April-Juni trifft man die Tiere paarweise an. Zu dieser Zeit sind Alpensteinhühner auch besonders ruffreudig. Die Territorien von ca. 10ha Grösse werden von den Hähnen durch einen eigentümlichen „Gesang“ markiert. Das Weibchen brütet die 10-15 Eier alleine aus.

Im Herbst schliessen sich manchmal mehrere Familien zu so genannten Wintergruppen zusammen, die sich aber im nächsten Frühling wieder auflösen. Vermutlich dient dieses Verhalten dem Schutz vor Feinden. Eine besondere Verhaltenseigenart des Alpensteinhuhns ist es, über weite Strecken laufend fliehen zu können, um sich dann in einer unzugänglichen Spalte zu verkriechen. Das Alpensteinhuhn ernährt sich ganzjährig von Krautpflanzen wie z.B. Wacholder, Preiselbeere, Heidekraut und Bärentraube. Im Winter, wenn sich die Schneedecke schliesst, weicht es in tiefere Lagen aus und taucht auch in Siedlungsgebieten von Bergdörfern auf. Die kalten Winternächte verbringt es in selbst gegrabenen Schneehöhlen wie das Schneehuhn.
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