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Alpendohle
Pyrrhocorax graculus

Die schwarz gefiederten Alpendohlen mit ihren gelben Schnäbeln kann man in der Schweiz fast auf jeder Bergwanderung bewundern. Von den Amseln unterscheiden sie sich durch ihre Grösse und die orangen Beine. Alpendohlen leben im Gebirge bis in Höhen von über 4000 m.ü.M. Sie sind akrobatische Segelflieger und lassen sich oft in grösseren Trupps von den Aufwinden an Bergspitzen und Abstürzen in die Höhe tragen.

Sie können ohne weiteres Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h beim abwärts Sausen mit angelegten Flügeln erreichen. Das Verbreitungsgebiet der Alpendohle erstreckt sich von Marokko über den ganzen Alpenraum bis in den fernen Osten. Obwohl Alpendohlen Bergwanderern und Skifahrern wohl bekannt sind, weiss man wenig über ihr Leben. Während der Brutzeit ab März dulden sie keine anderen Nester im Umkreis von 50m, schliessen sich jedoch ausserhalb des Nestbereiches sofort wieder zu grösseren geselligen Schwärmen mit bis zu mehreren hundert Tieren zusammen.

Die Nester werden in Felshöhlen und -spalten gebaut. Altvögel bleiben dem einmal gewählten Brutplatz ganzjährig treu, während Jungvögel in einem grösseren Gebiet von Kolonie zu Kolonie umherziehen.

Alpendohlen ernähren sich im Sommerhalbjahr hauptsächlich von Insekten, im Winter von Beeren, Samen und Abfällen. Oft können sie auf der Suche nach Essensresten in der Nähe von Bergrestaurants beobachtet werden, da sie keinesfalls scheu sind und manchmal sogar aus der Hand fressen.

Im Tierpark Goldau finden Sie die Alpendohlen in den Volieren auf der rechten Seite, wenn Sie vom Eingang in Richtung Fischotter unterwegs sind.
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Datum: 25. März 2014 Author: Natur- und Tierpark Goldau