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Atlantische Kanadagans
Branta canadensis

Die atlantische Kanadagans ist nicht nur die größte Gans, die in Europa in freier Wildbahn lebt, sondern auch die am häufigsten vorkommende Gans der Welt. Wie ihr Name schon verrät, ist Nordamerika ihre ursprüngliche Heimat. Ab dem 17. Jahrhundert wurde die Kanadagans für den Einsatz in Parks und künstlichen Gärten nach England importiert. Inzwischen hat sie sich in ganz Nord- und Mitteleuropa eingelebt und ist häufig in freier Wildbahn anzutreffen.

Die graubraune Kanadagans ist leicht an ihrem typischen Färbungsmuster zu erkennen: Der Körper ist braun, Kopf und Hals sind schwarz, an den Kopfseiten sind weisse Kehlflecken zu erkennen. Mit einer Körperlänge von 90 bis 110 cm und einer Flügelspannweite von 150 bis 180 cm gehört sie zu den größten Gänsearten.

Kanadagänse bevorzugen das Binnenland, wo sie sich an Süsswasserseen und kleinen stehenden Gewässern mit Sumpfvegetation aufhalten. Gebrütet wird meist unmittelbar am Ufer oder auf kleinen grasbewachsenen Inseln.

Sind die Küken geschlüpft, ziehen sich die Familien oft an besonders ruhige Plätze zurück und ziehen ihre Jungen auf. Nach dieser Auszeit vereinigen sich Alt- und Jungvögel wieder zu großen Scharen und ziehen gemeinsam umher. Sie sind sehr gesellig und haben eine enge Bindung an den Geburtsort. Kanadagans-Paare bleiben das ganze Leben lang zusammen. Gebrütet wird meist unmittelbar am Ufer oder auf kleinen Inseln, wobei oft Kolonien gebildet werden. Das Schlüpfen der 5-6 Jungen dauert 29 Tage. Danach werden sie etwa zwei Monate von beiden Altvögeln aufgezogen. Mit ca. 65 Tagen sind sie flugfähig und bleiben bis zur nächsten Brutperiode im Familienverband zusammen.

Die Nahrung besteht aus Gräsern, verschiedenen Sumpfpflanzen und Getreide. Wie Schwäne können auch die Kanadagänse mit ihrem langen Hals Wasserpflanzen aus dem seichten Wasser heraufholen. Im Sommer wird der Speisezettel zusätzlich mit Insekten, Würmern und Schnecken ergänzt.

Im Tierpark Goldau können Sie die langlebigen und robusten Kanadagänse auf dem Rundgang beim Blauweiher beobachten.
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Datum: 21. März 2014 Author: Natur- und Tierpark Goldau