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Blässhuhn
Fulica atra

Das Blässhuhn, auch Blässralle genannt, ist in vielen Teilen Europas der am meisten verbreitete und häufigste Schwimmvogel. Dieses starke Vorkommen verdankt das Blässhuhn zum Teil auch seiner vielseitigen, anpassungsfähigen Ernährungsweise. Es ist praktisch ein Allesfresser: frische und faulende Pflanzenteile, kleinere Wassertiere sowie alles, was bei Entenfütterungen anfällt. Zudem sucht das Blässhuhn seine Nahrung sowohl im Wasser als auch an Land.

Viele Wasservögel legen ihre Nester nahe bei Blässhühnern an. Offenbar profitieren sie von der Wachsamkeit der schwarzen „Taucherli“, wie sie in der Schweiz häufig genannt werden. Blässhühner verhalten sich zur Brutzeit sehr aggressiv und verteidigen ihre Reviere gegen Artgenossen und andere Wasservögel – aber keinesfalls so, dass sie andere Arten verdrängen würden.

Blässhühner können sehr schnell rennen. Mit Unterstützung der Flügel suchen sie bei unliebsamen Störungen sogar „wasserlaufend“ das Weite. Dabei helfen ihnen ihre grossen Füsse, deren Zehen mit breiten Lappen versehen sind. Diese dienen auch dem besseren Antrieb beim Schwimmen – ähnlich den Schwimmhäuten bei Enten, Gänsen und Schwänen.

Mitte April bebrüten Blässhühnerpaare gemeinsam 5-10 Eier. Das Nest befindet sich am Ufer oder zwischen Wasserpflanzen im Seichtwasser. Das Männchen ist während der Brut häufig auch damit beschäftigt, das Nest auszubessern. Die schwarzen Jungvögel zeigen einen auffällig roten Kopf und verlassen das Nest bereits 12 Stunden nach dem Schlupf, um den Elterntieren auf dem Wasser zu folgen.

Blässhühner finden Sie im Tierpark Goldau vor allem auf dem Blauweiher.
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Datum: 24. März 2014 Author: Natur- und Tierpark Goldau