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Brautente
Aix sponsa

Die Brautente ist eine der am schönsten gezeichneten Arten aus der Gruppe der Glanz-Enten. Das Prachtgefieder der Männchen schillert zur Paarungszeit in den verschiedensten Farben. Das Federkleid des Weibchens ist vorwiegend in Grau und Braun gehalten.

Ursprünglich kam die Brautente ausschliesslich in Nordamerika, meist an küstennahen Gewässern und grossen Seen in bewaldeter Landschaft, vor. Doch bereits im 17. Jahrhundert wurde die Brautente vom französischen Adel zur Zierde in den berühmten Parkanlagen von Chantilly und Versailles gehalten.

Die Verwilderung fand wohl erst im 19. Jahrhundert durch Gefangenschafts-Flüchtlinge statt. Manchmal werden auch in Europa einzelne Exemplare in der freien Natur gesichtet. Es ist aber davon auszugehen, dass es sich hierbei vor allem um aus Zuchten entflohene Tiere oder um deren Nachkommen handelt. Allgemein scheint die Brautente in Europa nicht wirklich Fuss zu fassen. In Nordamerika war sie zu Beginn des 20. Jahrhundert beinahe ausgerottet worden. Heute ist ihr Bestand in Amerika gesichert, obwohl sie gejagt werden darf.

Für Brautenten gilt: „Was auf den Tisch kommt, wird gefressen“. Je nach Verfügbarkeit sind dies Wasserpflanzen, verschiedene Früchte oder Beeren, aber auch unterschiedlichste Insekten und teilweise sogar kleine Fische. Zur Not werden auch Nutzpflanzen wie Sojabohnen oder Mais verspeist. Dank ihres anpassungsfähigen Fressverhaltens müssen Brautenten nur selten Hunger leiden.

Brautenten nisten in Baumhöhlen oder Nistkästen in der Nähe von Seen und Flüssen. Sind ausreichend Brutplätze vorhanden, nisten die Brautenten in grösseren Gruppen. Bereits einen Tag nach dem Schlupf verlassen die Küken ihr Nest und folgen der Mutter. Dazu müssen sie aus dem Nest springen – in der Regel aus einer Höhe von mehreren Metern. Für die weitere Aufzucht der Küken ist das Weibchen meist alleine verantwortlich. Im Süden des Verbreitungsgebietes ziehen Brautenten in der Regel zweimal pro Jahr Nachwuchs auf.

Im Tierpark Goldau kann man die Brautenten auf dem Blauweiher beobachten.
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Datum: 21. März 2014 Author: Natur- und Tierpark Goldau