Tiere_Gruenling_1

Grünfink
Carduelis chloris

Der olivgrüne Singvogel mit den gelben Flügelbinden und Schwanzkanten ist in fast ganz Europa (ausser in Island und Lappland), in Israel und Nordafrika verbreitet. Auch in der Schweiz ist er häufig anzutreffen. Ein weiteres Merkmal nebst dem auffälligen Federkleid ist der kräftige horngraue Schnabel.

Ursprünglich lebte er an Waldrändern, in Lichtungen und lockeren Gehölzen, wo er in Nadelbäumen, Efeu, oder dichtem Laubwerk brütete. Dank den Obstkulturen, Gärten, Friedhöfen, Parks und Alleen ist er im Laufe der Zeit bis mitten in dicht bewohnte Städte vorgedrungen. Er ist sehr anpassungsfähig, in Höhen über 900 m.ü.M. kommt er jedoch eher selten vor.

Grünfinken sind sehr gesellig und nisten gern in aufgelockerten Kolonien in benachbarten Büschen. Das Nest bauen sie aus Halmen, dünnen Zweigen, Würzelchen und Moos. Innen ist es mit Federn und Tierhaaren weich ausgepolstert. Sie legen vier bis sechs Eier pro Brut und brüten zwei- bis dreimal im Jahr. Daher ist es keine Seltenheit, auch im August und September noch Junge im Nest zu finden.

Der Grünfink, auch Grünling genannt, ernährt sich als Körnerfresser von Samen, Früchten und Blütenknospen. Im Herbst und Winter ist er oft in Schwärmen bei uns anzutreffen, wo er auf Stoppelfeldern und Ödflächen Nahrung sucht. Grünfinken haben einen wellenförmig auf- und abgleitenden Flug, da sie ihre Flügel beim Fliegen für einen kurzen Augenblick ganz geschlossen halten.

Im Tierpark Goldau kann man die Grünfinken in der gleichen Voliere wie die Wiedehopfe gleich beim Eingang beobachten. Lauschen Sie den mannigfaltigen Tönen unserer zwei Grünfinkenpaare.
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Datum: 25. März 2014 Author: Natur- und Tierpark Goldau