Kammmolch
Triturus cristatus

Die Amphibien werden in drei grosse Gruppen unterteilt: Blindwühlen, Frosch- und Schwanzlurche. Davon kommen in der Schweiz die letzteren beiden vor. Die bis zu 18cm langen Kammmolche sind die grössten einheimischen Molche.

Wie viele andere Molche führen auch die Kammmolche einen Teil des Jahres ein verborgenes Leben an Land. Doch spätestens im Frühjahr treffen sich die Tiere im Wasser zur Balz (Paarung). Dann ist der „Kamm“ der Männchen am grössten und sie zeigen ihr spannendes Werbeverhalten. Dazu stellen sich die Männchen vor das Weibchen, machen einen Katzenbuckel, um den Kamm zu präsentieren und wedeln mit dem Schwanz Wasser ins Gesicht des Weibchens. Am besten kann man dieses Verhalten zwischen März und Mai sehen. Die Paarung- und Laichzeit erfordert viel Energie, so dass die Kammolche auf umfangreiche Nahrung angewiesen sind.

Auf ihrem Speiseplan stehen Kleinkrebse, Würmer, grössere Schnecken und Egel, wie auch Larven und Eier anderer Amphibien.

Kammmolche in der Natur zu beobachten ist schwierig. Einerseits bevorzugen sie tiefere, dicht bewachsene Weiher, andererseits sind sie bei uns selten geworden. Der Kammmolch ist ein Bewohner der Auenwälder und grosser Feuchtgebiete. Da aber praktisch alle Flüsse in den Tieflagen entweder verbaut oder für Kraftwerke gestaut wurden, fehlen den Kammmolchen geeignete Lebensräume. Diese Tatsache führte zu ihrem Bestandesrückgang, denn mit Gartenbiotopen oder Kiesgruben ist ihnen wenig gedient, da diese oft zu klein oder zu wenig bewachsen sind.

Im Tierpark Goldau können Sie die Kammmolche (zusammen mit anderen Amphibienarten) im Amphibienhaus gleich neben dem Eingang beobachten.
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Datum: 25. März 2014 Author: Natur- und Tierpark Goldau