Tiere_Moorente_1

Moorente
Aythya nyroca

Die Moorente ist ein Brutvogel Ostmitteleuropas, dessen Vorkommen sich über den Süden Russlands bis in die westliche Mongolei erstreckt. Als Zugvogel überwintert sie in grösseren Beständen südwärts bis in die Gebiete Ost- und Westafrikas. Sie ist die einzige Ente in Europa, bei der  sich Weibchen und Männchen äusserlich praktisch nicht unterscheiden. Im Brutkleid leuchtet das Gefieder des Männchens (Erpel) kastanienbraun, das Weibchen sieht sehr ähnlich aus. Deutliches Unterscheidungsmerkmal ist die Iris: beim Männchen ist sie weiss, beim Weibchen dagegen braun.

Ende März beginnt die Balz der Moorenten. Abgesehen von den Verfolgungsflügen verläuft diese relativ ruhig und unscheinbar. Das Nest wird im Sumpf oder Verlandungsgürtel dicht über dem seichten Wasser erbaut. In Mooren, wie es der Name vermuten lässt, brüten sie jedoch nicht.

Die Ablage der 7-11 Eier erfolgt ab Mitte Mai bis Mitte Juni. Die Männchen halten bis gegen Ende der Bruttage (Brutdauer 22-27 Tage) fest zum Weibchen und ruhen während dieser Zeit nahe dem Nest auf dem offenen Wasser. Die Aufzucht erfolgt anfangs im Seichtwasser der Uferzone, später auf der freien Wasserfläche. Das Weibchen führt die Jungtiere 50-60 Tage bis zur Flugfähigkeit.  Die Paare bleiben jeweils für eine Saison zusammen.

Die Nahrung der Moorente besteht zum grösseren Teil aus Wasserpflanzen, vor allem Armleuchteralgen und Wasserlinsen sind sehr beliebt. Gerne fressen sie aber auch Mückenlarven sowie Schnecken, Kaulquappen und kleine Frösche.

In Europa gehört die Moorente zu den am stärksten vor dem Aussterben bedrohten Vogelarten, da ihre bevorzugten Lebensräume – seichte Seen mit üppigem Schilfbewuchs – immer mehr verschwinden. Im Tierpark Goldau können Sie die Moorente auf dem Waldweiher beobachten.
Weitere Informationen

Datum: 24. März 2014 Author: Natur- und Tierpark Goldau