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Stockente
Anas platyrhynchos

Die Stockente ist die am häufigsten und weitesten verbreitete Ente überhaupt und lebt auf allen Kontinenten nördlich des Äquators. Die meisten Stockenten sind Standvögel, Populationen aus Nord- und Osteuropa wandern im Winter jedoch überwiegend in den Süden. Stockenten sind bei der Wahl ihres Lebensraumes wenig anspruchsvoll. So wurden junge Stockentenfamilien schon auf Gebirgsseen in 2000 Metern Höhe beobachtet. Ihre Nester legen sie meist gut versteckt am Boden an. Es kann aber auch vorkommen, dass sie mitten in der Stadt in Parkanlagen oder in Blumenkästen auf Balkonen brüten.

Zur Paarungs- und Brutzeit ist das Männchen (Erpel) mit seinem dunkelgrün schimmernden Kopfgefieder gut zu erkennen. In seinem „Schlichtkleid“ unterscheidet er sich vor allem mit seinem grüngelben Schnabel von weiblichen Stockenten, deren  Schnabel braunorange gefärbt ist. Zudem ist der Erpel mit seinem dunkelgrün schimmernden Kopfgefieder klar erkennbar. Auch zeigen die Stockenten im Herbst ein auffälliges Balzverhalten: Der Kopf wird hoch gerissen oder flach auf dem Wasser ausgestreckt, häufig wird auch gepfiffen.

Immer wieder kann man beobachten, wie ein Weibchen von mehreren Erpeln gejagt wird.

Normalerweise legt das Weibchen 6 bis 17 Eier. Sobald die Küken geschlüpft sind, werden sie noch 50 bis 60 Tage vom Weibchen betreut. Aufgrund vieler Fressfeinde und der Kälte überleben aber nur wenige Küken die ersten Wochen. Während der Jagdsaison im Herbst werden weitere Jungvögel abgeschossen, sodass im Schnitt nur ein gutes Viertel aller Stockenten mehr als ein Jahr alt wird.

Stockenten sind bei der Nahrungssuche vor allem nachtaktiv. Dann fliegen viele Stockenten auf Wiesen, abgeerntete Felder oder an Waldränder, wo sie Getreidekörner, Eicheln und andere Samen suchen. Als Allesfresser nehmen sie aber auch Wasserlebewesen zu sich. Im Verlauf des Morgens kehren sie auf die Ruhegewässer zurück, um zu schlafen und Gefiederpflege zu betreiben.

Im Tierpark Goldau finden Sie unsere Stockenten auf dem Rundgang sowohl auf dem Blau- wie auch auf dem Waldweiher.
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Datum: 24. März 2014 Author: Natur- und Tierpark Goldau