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Tafelente
Aythya ferina

An Land bewegt sich die Tafelente mit dem typischen „Watschelgang“. Ihre kräftigen Beine sitzen weit hinten am Körper und helfen ihr beim Schwimmen und Tauchen, eignen sich aber weniger gut zur Fortbewegung an Land. In ihrem Element ist die Tafelente unter und über dem Wasser. Ausserdem ist sie ein schneller und ausdauernder Flieger und legt als Zugvogel jedes Jahr weite Strecken zurück.

Neben den bekannten Stockenten ist die Tafelente die häufigste Entenart in Europa. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über ganz Mitteleuropa, Skandinavien und von Osteuropa bis nach Asien. Im Winter ziehen vor allem die nördlicheren Tiere nach Mitteleuropa oder gar Nordafrika, wo sie auf grösseren Gewässern anzutreffen sind. Auch in der Schweiz überwintern sehr viele Tafelenten (zwischen 70.000-120.000 Vögel), gebrütet wird hier jedoch selten. Die Nester legen Tafelenten meist im Röhricht oder in dichter Ufervegetation an. Anfangs wacht das Männchen (Erpel) zwar noch in der Nähe des Geleges, Brut und Aufzucht ist jedoch meist Sache des Weibchens.

Während der Erpel in der Paarungszeit mit einem rostbraunen Kopf und grauen Rumpf gefärbt ist, erscheint das graubraun gefärbte Weibchen eher unauffällig. Sehr auffällig ist auch das rote Auge des Erpels. Das Nest wird im Röhricht oder in dichter Ufervegetation in Wassernähe gebaut. Am Anfang der Brutzeit wacht das Männchen in der Nähe des Nestes auf dem offenen Wasser, die Aufzucht der Jungtiere (sechs bis neun Küken) übernimmt das Weibchen alleine.

Als Tauchenten ernähren sich Tafelenten hauptsächlich von verschiedenen Wasserpflanzen und deren Samen. Teilweise werden beim Durchwühlen im Schlamm auch Kleinlebewesen und Muscheln vom Seegrund aufgelesen.

Bei uns im Tierpark finden Sie die Tafelenten auf dem Blauweiher, wo sie während der Balz- und Brutzeit im Frühjahr leicht zu erkennen sind.
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Datum: 24. März 2014 Author: Natur- und Tierpark Goldau