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Europäische Wildkatze

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Europäische Wildkatze
Felis silvestris silvestris

Die Art „Wildkatze“ kommt in Europa, dem westlichen Asien und ganz Afrika vor. Die Europäische Wildkatze ist als Stammform der Hauskatze auszuschliessen. Denn diese stammt höchstwahrscheinlich von der Afrikanischen Wildkatze bzw. Falbkatze ab, die im Mittleren und Nahen Osten, sowie in ganz Afrika verbreitet und gefährdet ist. Diese schloss sich vor etwa 5’000 Jahren in Ägypten den Menschen an und entwickelte sich zum Haustier. Durch Züchtungen entstanden alle heute weltweit vorhandenen Hauskatzenrassen.

Die Waldkatze, wie die Wildkatze auch genannt wird, unterscheidet sich bei genauerem Hinsehen in einigen Merkmalen klar von getigerten Hauskatzen. Die Fellzeichnung ist verwaschen und weniger kontrastreich, der Schwanz ist bis zum Ende buschig und weist deutlich dunkle Ringe auf.

Als Lebensraum dienen waldreiche Gegenden im Mittelgebirge, wo die Wildkatze sonnige, warme und trockene Gebiete bevorzugt. In der Schweiz war sie ursprünglich im Mittelland und dem Jura weit verbreitet, wurde aber durch gnadenlose Verfolgung und Zerstörung des Lebensraums ausgerottet. Seit 1965 breitete sie sich von Frankreich her wieder aus und besiedelt mittlerweile weite Teile des Schweizer Jura. Ein harter Winter würde jedoch genügen, um diese Population zu gefährden.

Die Hauptbeute der Wildkatze sind Mäuse, welche sie nachts jagt. Dazu kommen Vögel, Reptilien, Amphibien, Fische und Aas. Gelegentlich wird auch pflanzliche Nahrung, vor allem Gras, aufgenommen.

Im Tierpark Goldau lebt im Gehege neben dem Luchs ein Wildkatzenpaar, welches regelmässig Nachwuchs aufweist. Dieser wird meist in den Bayrischen Wald (D) zur Wiederansiedelung gegeben.
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Waschbär

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Waschbär
Procyon lotor

Durch seinen kräftigen Körper und seinen kurzen Hals wirkt der Waschbär auf uns eher plump. Dennoch ist er ein flinker und geschickter Kletterer. Typische Merkmale sind  seine schwarze Gesichtsmaske und der geringelte Schwanz. Der Waschbär gehört zur Familie der Kleinbären und ist mit den Marderartigen näher verwandt als mit den echten Bären.

Die dämmerungs- und nachtaktiven Waschbären ruhen tagsüber in Erd- oder Baumhöhlen wo sie vor Feinden geschützt sind. Sie leben in lockeren Männchen- oder Weibchengruppen, wobei Letztere meist aus Müttern und ihren Nachkommen bestehen. Waschbären sind Allesfresser, in der Regel überwiegt aber der pflanzliche Anteil und besteht je nach Gegend und Jahreszeit aus Obst, Eicheln, Hafer und Mais. Als tierische Nahrung werden Wirbeltiere wie Kleinsäuger, Vögel und Fische bevorzugt, wobei auch Aas nicht verschmäht wird. Weiter stehen wirbellose Tiere, wie Insektenlarven und Regenwürmer auf dem Speisezettel.

Waschbären verfügen über einen hoch entwickelten Tastsinn. Potentielle Nahrung wird vor dem Fressen mit den Vorderpfoten genau untersucht. Im Zoo schwenken die Tiere manchmal ihre Nahrung vor dem Verzehr im Wasser. Dieses so genannte „Waschen“, welches den Waschbären ihren Namen gab, lässt sich aber nur in Tierhaltungen beobachten. Es wird angenommen, dass dieses Verhalten eine Ersatzhandlung für die Nahrungssuche im seichten Wasser ist.

Ursprünglich stammen die Waschbären aus Nordamerika und wurden zur Pelzzucht nach Europa eingeführt. Um 1930 sind einzelne Tiere aus Pelztierfarmen in Norddeutschland ausgerissen oder wurden ausgesetzt. Durch ihre Anpassungsfähigkeit  haben sie sich rasch ausgebreitet und sind 1976 erstmals in der Schweiz im Kanton Schaffhausen beobachtet worden. Mittlerweile leben vermutlich  in der ganzen nördlichen Schweiz Waschbären.

Im Tierpark erwarten Sie unsere Waschbären direkt beim Eingang.
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Syrischer Braunbär

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Syrischer Braunbär
Ursus arctos syriacus

Der Braunbär gilt (nebst dem Eisbär) als das grösste lebende Landraubtier. Braunbären sind jedoch typische Allesfresser mit einem hohen pflanzlichen Anteil: Von Gräsern über Früchte, Honig bis hin zu Nüssen und Aas verschmähen sie kaum etwas. Lebende Tiere hingegen erbeutet „Meister Petz“ nicht so oft, da er eher ein ungeschickter Jäger ist. Je nach Region steht auch Fisch auf seinem Speiseplan.

Der Natur- und Tierpark Goldau hält Syrische Braunbären. Es handelt sich dabei um eine Unterart der Braunbären, nahe verwandt mit der ursprünglich in der Schweiz heimischen Braunbären-Unterart „Europäischer Braunbär“. Syrische Braunbären leben ursprünglich im Nahen Osten und sind in freier Natur stark vor dem Aussterben bedroht. Sie sind in der Regel etwas kleiner und heller als der europäische Braunbär.

Braunbären sind in Europa selten! Grössere Bestände von Braunbären finden wir heute nur noch in Skandinavien und in Südosteuropa. Zudem stagnieren die meisten Bestände oder nehmen gar ab. Die der Schweiz am nächsten gelegenen Bärenpopulationen befinden sich in Österreich und im nahen italienischen Trentino.

Das letztere Gebiet gehört zu einem der wenigen Orte, wo die Bären dank einem Wiederansiedlungsprojekt wieder zunehmen. Dies hat direkte Auswirkung auf die Schweiz: der damals letzte Braunbär wurde 1904 in Graubünden geschossen. Über 100 Jahre blieb die Schweiz bärenfrei, bis im Sommer 2005 ein wanderfreudiges Jungtier vom Trentino über die Grenze ins Engadin kam und kurzfristig für Aufsehen sorgte und wieder abwanderte. 2007 fanden wieder zwei junge Bärenmännchen den Weg von Italien in die Schweiz und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die nächsten Bären zu Besuch kommen.

Ein zukünftiges Zusammenleben von Menschen und Bären in den Gebieten der Schweiz ist möglich – sofern wir Menschen Toleranz für dieses eindrückliche Wildtier aufbringen und über ein korrektes Verhalten gegenüber den Bären aufgeklärt sind. Eine Möglichkeit sich zu informieren finden Sie in der Ausstellung rund um die Gemeinschaftsanlage für Bär und Wolf im Natur- und Tierpark Goldau.
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Rotfuchs

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Rotfuchs
Vulpes vulpes

Der Fuchs ist das häufigste und am weitesten verbreitete Raubtier in der Schweiz. Er bewohnt Feld- und Waldgebiete bis ins Hochgebirge. Als Zuflucht und für die Aufzucht der Jungen (durchschnittlich 5 pro Wurf) zieht er sich in einen Erdbau zurück, den er selten selbst gräbt. Der Fuchs benützt gerne alte Dachsbauten, häufig auch zusammen mit dem Dachs. Weiter dienen ihm auch natürliche Höhlen und Hohlräume als Versteck. Zu seiner Hauptbeute gehören Kleinnager wie Mäuse, daneben je nach Gelegenheit Wildkaninchen, Jungwild und -vögel. Zudem ergänzen Insekten, Beeren und Obst (Kirschen, Pflaumen und Zwetschgen) seinen Speiseplan. Manche Füchse erklettern sogar leicht schräg stehende Bäume, um an die Früchte zu gelangen. Der Fuchs ist ein typisches Dämmerungs- und Nachttier. Um seine Nahrung zu finden, braucht er scharfe Sinne und eine schnelle Reaktionsfähigkeit. Füchse hören Mäuse auch unter dicken Schneedecken rascheln und man sagt, dass sogar ein Regenwurm nicht unentdeckt bleibt. Das Nahrungsangebot bestimmt zudem die Territoriumsgrösse der Füchse, die in der Schweiz 0,3 – 2 km2 beträgt. Füchse sind sehr lernfähig, wenn es darum geht, Neues zu erkunden. Dies brachte ihm den Ruf ein sehr schlau und listig zu sein. Seine Anpassungsfähigkeit benötigt er vor allem, um erfolgreich jagen zu können. Sie führt auch dazu, dass in vielen Städten heutzutage Füchse leben und sich dort prächtig vermehren. Sie ernähren sich von Kompost, Abfällen und Kleintieren, schlafen unter Brücken, auf Gerüsten sowie in Gärten und streichen nachts durch die ruhigen Strassen. In unserer Anlage leben zwei Fuchsweibchen mit den Dachsen, wie das in der Natur auch häufig vorkommt.
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Karpatischer Luchs

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Karpatischer Luchs Lynx lynx

Der Luchs ist mit seinem gemusterten Fell hervorragend an seinen Lebensraum angepasst, denn die rotbraune Färbung bietet eine perfekte Tarnung in bewaldeten Gebieten. Seine langen Beine mit den grossen Tatzen ermöglichen ihm auch die Fortbewegung in schneereichen Gegenden im Winter. Als Raubkatze ist der Luchs ein typischer Anschleichjäger, d.h. er pirscht sich möglichst nahe an seine Beute heran, die zu 90% aus Rehen besteht. Mit wenigen, bis 7m langen Sprüngen überrascht er dann das Beutetier, hält es mit seinen Krallen fest und tötet es durch einen Biss in den Hals. Fliehende Beute verfolgt der Luchs nur über kurze Strecken, für eine längere Hetzjagd ist er zu wenig ausdauernd. War die Jagd erfolgreich, so kehrt der Luchs während etwa einer Woche immer wieder zu seinem Riss zurück, bis nur noch Haut, Knochen und Innereien übrig bleiben. Als Anschleichjäger besiedelt er die Alpen nur bis zur Waldgrenze – oberhalb fehlt ihm die für die Jagd nötige Deckung. Schon im letzten Jahrhundert wurde der Luchs in Mitteleuropa ausgerottet. Als Nahrungskonkurrent des Menschen wurde er erbittert verfolgt. Seit 1971 läuft die Wiederansiedlung des Luchses in der Schweiz in den Alpen und im Jura. 2001 wurden einige Luchse in die Ostschweiz umgesiedelt, um das Ausbreitungsgebiet zu vergrössern. Bisher zeichneten sich dort keine Probleme mit Haustierrissen ab – Luchse bevorzugen Rehe und vergreifen sich selten an Haustieren wie Schafen. Die häufig befürchtete Reduzierung des Wildtierbestandes ist unbegründet. Denn die Anzahl der von Luchsen gerissenen Rehe (ca. 60 jährlich pro Luchs), ist unbedeutend im Vergleich mit den jährlich geschossenen oder überfahrenen Tieren. Die beste Stelle im Tierpark, um den Luchs zu beobachten, findet sich zwischen dem Wildkatzen- und Luchsgehege. Die beste Zeit für Luchsbeobachtungen ist übrigens der späte Nachmittag.
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Fischotter

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Fischotter
Lutra lutra

Der europäische Fischotter gehört zur Familie der Marder und bevorzugt als Lebensraum Gewässer mit Rückzugsmöglichkeiten in Form von Schilf, Sträuchern oder Gehölz. Man findet ihn an Bächen, Flüssen, Seen bis 1600 Metern über Meer so wie an Meeresküsten. Seine Verbreitung reicht von Westeuropa und Nordafrika bis über weite Teile Asiens. In der Schweiz gilt der Fischotter seit 1989 als ausgestorben.

Als fleischfressender Nahrungsopportunist variiert sein Beutespektrum je nach Lebensraum und Jahreszeit. Seine Hauptnahrung besteht aus Fisch. Er ist ein ausgezeichneter Schwimmer und Taucher, der überwiegend in der Dämmerung und Nacht jagt. Neben Fischen ernährt sich der Fischotter auch von Amphibien, Krebsen, Vögeln, Insekten, Mäusen und anderen Kleinsäugern. Sein Nahrungsbedarf beträgt ungefähr 1kg pro Tag. Neben einem guten Geruchs- und Gehörsinn verfügt der Fischotter über einen ausgezeichneten Sehsinn. Seine Augen können sich den gegebenen Lichtverhältnissen anpassen und sehen sowohl über als auch unter Wasser scharf. Sein wichtigster Sinn ist der Tastsinn.

Mit seinen Barthaaren, den so genannten Vibrissen, spürt er Beute im trüben Wasser auf und erkennt Hindernisse. Vibrissen sind hochempfindsame Tasthaare, die Bewegungen, Objekte sowie Wärme und Kälte wahrnehmen können. Vom Kopf bis zu seinem völlig behaarten und spitz zulaufenden Schwanz misst der Fischotter bis zu 120cm. Sein dichtes Fell ist wasserdicht und hält den Körper wohlig warm. Lange Zeit wurden Fischotterfelle verarbeitet und teuer gehandelt. Heute ist der Handel verboten.

Auf Grund seiner Nahrungspräferenzen galt der Fischotter vielerorts als Schädling. Als Konkurrent der Fischer wurde er stark bejagt. Gar eine komplette Ausrottung wurde im 19. Jahrhundert angestrebt. In der Schweiz ist der Fischotter seit 1952 eine geschützte Art, trotzdem starb er – vermutlich infolge Lebensraumverlustes – gut vierzig Jahre später aus. Inzwischen haben sich die Bedingungen und damit die Bestände vor allem in Osteuropa wieder erholt und man rechnet damit, dass natürliche Zuwanderungen auch in die Schweiz erfolgen werden. Die neue Fischotteranlage wurde im Juni 2012 eröffnet und befindet sich in der Nähe des Eingangs.
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Europäischer Wolf

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Europäischer Wolf
Canis lupus

Kaum ein Tier lebt in einem solch komplexen Sozialsystem wie der Wolf in seinem Rudel. Er besitzt nebst seiner Körpersprache mit Schwanz (Rute), Ohren und Gesichtsausdruck auch die Möglichkeit, mit Düften und einer Vielzahl von Lauten zu kommunizieren. Das Heulen eines Wolfes beispielsweise ist bei günstigen Windverhältnissen über mehrere Kilometer weit zu hören. Die beiden Leittiere des Rudels, ein Weibchen und ein Männchen (Fähe und Rüde), bezeichnet man als Alpha-Tiere. Meist erlauben die Alpha-Tiere keinem anderen Mitglied im Rudel eine Paarung. Ihre Jungen jedoch werden vom Rudel gemeinsam aufgezogen.

Je nach Nahrungsangebot jagen Wölfe einzeln oder im Rudel, wobei der Zusammenhalt eines Rudels zu knappen Zeiten wie im Winter stärker ist, als im Sommer. Die Beute variiert je nach Gegend und Jahreszeit, von Kleinsäugern wie Mäusen bis zu Huftieren wie Hirsch, Elch und Bison. Ein Rudel kann auf seiner Nahrungssuche täglich über 50km zurücklegen und Territorien von 100km2 bis zu 2’500km2 beanspruchen, wobei in Europa die Territoriumsgrösse eher am unteren Ende der Skala rangiert.

Einst waren die Wölfe auf der Welt sehr weit verbreitet und man zählte über 40 Unterarten. Starke Bejagung und Lebensraumeinschränkung durch den Menschen führten zur Ausrottung einiger Arten, so dass heute nur noch zwischen 5 und 10 Unterarten aufgeführt werden. In der Schweiz verschwand der Wolf Mitte des 19. Jahrhunderts. Seit einigen Jahren nun wandern immer wieder Einzeltiere von Italien her ein. In die Schlagzeilen geriet der Wolf seither durch einige Risse bei Haustieren (vorwiegend Schafe). Durch geeignete Schutzmassnahmen wie z.B. Herdenschutzhunde kann man jedoch solche Übergriffe verhindern.

Die Wölfe des Natur- und Tierparks Goldau befinden sich im 2009 neu erstellten Ausbaugelände. Die fünf Wölfe leben gemeinsam mit den Syrischen Braunbären in einer Gemeinschaftsanlage. Diese umfasst 2 ha.
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Europäischer Iltis

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Europäischer Iltis
Mustela putorius

Iltisse haben eine typische «Mardergestalt» und werden deshalb auch oft mit ihren nahen Verwandten verwechselt. Dabei ist der Iltis leicht zu erkennen, seine Augendbinde und die schwarze Nasenspitze sind unverwechselbar. Der übrige Kopf ist sehr hell und grenzt sich klar vom restlichen Körper ab, der schwarz bis dunkelbraun gefärbt ist. Männchen sind mit einer Kopf-Rumpf-Länge von etwa 30 bis 46 cm bei 500 – 1900 g deutlich grösser als Weibchen mit 20 – 38 cm bei 400 – 800 g. Die Schwanzlänge beträgt bei beiden Geschlechtern 7 – 17 cm.

Seinen lateinischen Namen «putorius» verdankt der Iltis unter anderem seiner Fähigkeit, ein übel riechendes Sekret auszuscheiden. Es bedeutet nämlich soviel wie «Stänker» oder «Stinkmarder». Daher stammt auch die Redewendung «stinken wie ein Iltis». Das Sekret wird bei Erregung oder Bedrohung ausgesondert. Iltisse stinken also vor Angst und vor Freude. Zusammen mit Harn und Kot wird es auch zum Markieren des Reviers eingesetzt. Die wichtigsten Sinne des Iltis sind der Geruch und das Gehör. Seine Augen sind eher schwach. Die braucht er aber auch gar nicht wirklich, weil er überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv ist.

Als Fleischfresser ist sein Nahrungsspektrum sehr variabel. Den grössten Teil seiner Nahrung machen Nagetiere, Amphibien, Aas und Spitzmäuse aus. Gelegentlich werden sogar kleine Vögel erbeutet. In der Schweiz ernährt sich der Iltis vorwiegend von Fröschen und Kröten. Auf Nahrungssuche durchstöbert der Iltis grosse Flächen, steckt seine Schnauze in Erdlöcher, unter Laub und Grasbüschel. Oft gräbt er seine Beute auch aus ihren Ruheplätzen aus. Der Iltis legt zudem Nahrungsvorräte an, um den kalten Winter zu überstehen.

Der Iltis lebt am liebsten in Wäldern und Gehölzen an Sumpf- und Röhrichträndern, in Abfallhalden und in der Nähe von Häusern. Seine Verbreitung erstreckt sich über ganz Europa und reicht im Osten bis ins Uralgebirge. Er fehlt auf den Mittelmeerinseln, in weiten Teilen des Balkans, in Irland und auf Island. In Skandinavien besiedelt er nur den Süden Schwedens und Finnlands.

Das Gehege des Iltis wurde im Mai 2012 eröffnet und befindet sich auf dem Rundgang um den Blauweiher.
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Europäischer Dachs

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Dachs
Meles meles

Bei einer Begegnung mit einem Dachs fällt als erstes sein schwarzweiss gestreiftes, keilförmig zugespitztes Gesicht auf. Tagsüber ist er eher selten anzutreffen, denn als Nachtbummler verlässt der Dachs seinen unterirdischen, selbst gegrabenen Bau kaum je vor der Dunkelheit.

Dann macht er sich auf die Nahrungssuche, wobei er beim Umherstreifen Strecken bis zu 11km zurücklegt. Er ist ein Allesfresser, der sich von Jungvögeln, Mäusen, Würmern, Schnecken und Käfer bis hin zu Beeren, Mais, Wurzeln und Honig ernährt. In der Schweiz stehen aber fast vorwiegend Regenwürmer auf seinem Speisezettel. Diese findet er ausschliesslich mit seiner Nase, die ihm in der Dunkelheit die Augen ersetzt. Bis zu 500 Regenwürmer in einer Nacht stehen auf dem Programm.

In sehr kalten und schneereichen Wintern zieht sich der Dachs zur Winterruhe in seinen Bau zurück, den er mehrere Wochen nicht verlässt. Während dieser Zeit zehrt er von seinen im Herbst angelegten Fettreserven. In der Schweiz findet man Dachse bis ca. 2’000m, wo sie auch unter Alphütten oder Ställen Unterschlupf suchen.

Der Dachs lebt gesellig in Familiensippen und ist einer der besten Baummeister unserer Natur. Ganze Generationen sind am gleichen Bau beteiligt. Mit seinen bis zu 22mm langen Krallen an den Vorderfüssen ist er zum Graben bestens ausgerüstet. Zudem kann er die Nasenlöcher verschliessen und auf diese Weise mühelos mit der Schnauze die Erde aus dem Gang stossen.

Manchmal findet man Fuchs und Dachs sogar gemeinsam im selben Bau in verschiedenen Höhlen – wie bei uns im Tierpark. Die „schlauen“ Füchse benützen nämlich gerne bereits bestehende Dachsbauten.
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Baummarder

baummarder

Baummarder
Martes martes

Die Heimat des Baummarders, auch Edelmarder genannt, sind grosse, zusammenhängende Waldgebiete. Sein Verbreitungsgebiet umfasst ganz Europa (mit Ausnahme der Iberischen Halbinsel) und reicht über den Ural bis nach Asien. Hier streift er nachts umher und legt dabei durchschnittlich 5-7 km zurück, manchmal sogar bis 15 km. Obwohl er sich in den Bäumen äusserst geschickt fortbewegt, jagt und wandert er vor allem am Boden. Tagsüber schläft er in hohlen Eichen und Buchen, in Eichhörnchen-Kobeln oder in Greifvogelhorsten.

Der Baummarder ist ein Einzelgänger, der sein Revier, dessen Grösse je nach Qualität zwischen 1 und 30 km2 beträgt, in einem regelmässigen Turnus durchstreift. Das Revier des Männchens ist grösser und schliesst diejenigen mehrerer Weibchen ein. Von Mitte März bis Ende April werden 1-6 (im Mittel 3) Junge geboren, welche im Herbst die Mutter verlassen.

Die Nahrung des Baummarders ist sehr vielseitig zusammengesetzt. In der Schweiz frisst er vor allem Kleinsäuger wie Mäuse, Siebenschläfer und Eichhörnchen. Aber auch Vögel, Käfer und Regenwürmer stehen auf seinem Speiseplan. Nebst der tierischen Nahrung kommen Früchte wie Hagebutten, Vogel- und Waldbeeren hinzu.

Baummarder meiden Menschen und halten sich grundsätzlich in Waldgebieten auf. Sein naher Verwandter, der Steinmarder, ist hingegen ein typischer Kulturfolger. Längst hat er die Siedlungsräume erobert und zerbissene Autokabel oder Spuren lassen seine Anwesenheit erahnen.

Im Tierpark Goldau können die Baummarder in der Nähe des Dianakiosks im Baummarderhaus, zusammen mit seinen typischen Beutetieren, den Siebenschläfern, Gartenschläfern und Zwergmäusen, beobachtet werden.
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