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Tafelente

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Tafelente
Aythya ferina

An Land bewegt sich die Tafelente mit dem typischen „Watschelgang“. Ihre kräftigen Beine sitzen weit hinten am Körper und helfen ihr beim Schwimmen und Tauchen, eignen sich aber weniger gut zur Fortbewegung an Land. In ihrem Element ist die Tafelente unter und über dem Wasser. Ausserdem ist sie ein schneller und ausdauernder Flieger und legt als Zugvogel jedes Jahr weite Strecken zurück.

Neben den bekannten Stockenten ist die Tafelente die häufigste Entenart in Europa. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über ganz Mitteleuropa, Skandinavien und von Osteuropa bis nach Asien. Im Winter ziehen vor allem die nördlicheren Tiere nach Mitteleuropa oder gar Nordafrika, wo sie auf grösseren Gewässern anzutreffen sind. Auch in der Schweiz überwintern sehr viele Tafelenten (zwischen 70.000-120.000 Vögel), gebrütet wird hier jedoch selten. Die Nester legen Tafelenten meist im Röhricht oder in dichter Ufervegetation an. Anfangs wacht das Männchen (Erpel) zwar noch in der Nähe des Geleges, Brut und Aufzucht ist jedoch meist Sache des Weibchens.

Während der Erpel in der Paarungszeit mit einem rostbraunen Kopf und grauen Rumpf gefärbt ist, erscheint das graubraun gefärbte Weibchen eher unauffällig. Sehr auffällig ist auch das rote Auge des Erpels. Das Nest wird im Röhricht oder in dichter Ufervegetation in Wassernähe gebaut. Am Anfang der Brutzeit wacht das Männchen in der Nähe des Nestes auf dem offenen Wasser, die Aufzucht der Jungtiere (sechs bis neun Küken) übernimmt das Weibchen alleine.

Als Tauchenten ernähren sich Tafelenten hauptsächlich von verschiedenen Wasserpflanzen und deren Samen. Teilweise werden beim Durchwühlen im Schlamm auch Kleinlebewesen und Muscheln vom Seegrund aufgelesen.

Bei uns im Tierpark finden Sie die Tafelenten auf dem Blauweiher, wo sie während der Balz- und Brutzeit im Frühjahr leicht zu erkennen sind.
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Stockente

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Stockente
Anas platyrhynchos

Die Stockente ist die am häufigsten und weitesten verbreitete Ente überhaupt und lebt auf allen Kontinenten nördlich des Äquators. Die meisten Stockenten sind Standvögel, Populationen aus Nord- und Osteuropa wandern im Winter jedoch überwiegend in den Süden. Stockenten sind bei der Wahl ihres Lebensraumes wenig anspruchsvoll. So wurden junge Stockentenfamilien schon auf Gebirgsseen in 2000 Metern Höhe beobachtet. Ihre Nester legen sie meist gut versteckt am Boden an. Es kann aber auch vorkommen, dass sie mitten in der Stadt in Parkanlagen oder in Blumenkästen auf Balkonen brüten.

Zur Paarungs- und Brutzeit ist das Männchen (Erpel) mit seinem dunkelgrün schimmernden Kopfgefieder gut zu erkennen. In seinem „Schlichtkleid“ unterscheidet er sich vor allem mit seinem grüngelben Schnabel von weiblichen Stockenten, deren  Schnabel braunorange gefärbt ist. Zudem ist der Erpel mit seinem dunkelgrün schimmernden Kopfgefieder klar erkennbar. Auch zeigen die Stockenten im Herbst ein auffälliges Balzverhalten: Der Kopf wird hoch gerissen oder flach auf dem Wasser ausgestreckt, häufig wird auch gepfiffen.

Immer wieder kann man beobachten, wie ein Weibchen von mehreren Erpeln gejagt wird.

Normalerweise legt das Weibchen 6 bis 17 Eier. Sobald die Küken geschlüpft sind, werden sie noch 50 bis 60 Tage vom Weibchen betreut. Aufgrund vieler Fressfeinde und der Kälte überleben aber nur wenige Küken die ersten Wochen. Während der Jagdsaison im Herbst werden weitere Jungvögel abgeschossen, sodass im Schnitt nur ein gutes Viertel aller Stockenten mehr als ein Jahr alt wird.

Stockenten sind bei der Nahrungssuche vor allem nachtaktiv. Dann fliegen viele Stockenten auf Wiesen, abgeerntete Felder oder an Waldränder, wo sie Getreidekörner, Eicheln und andere Samen suchen. Als Allesfresser nehmen sie aber auch Wasserlebewesen zu sich. Im Verlauf des Morgens kehren sie auf die Ruhegewässer zurück, um zu schlafen und Gefiederpflege zu betreiben.

Im Tierpark Goldau finden Sie unsere Stockenten auf dem Rundgang sowohl auf dem Blau- wie auch auf dem Waldweiher.
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Spiessente

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Spiessente
Anas acuta

Die Spiessente ist knapp so gross wie die Stockente. Das Männchen (Erpel) hat einen schokoladenbraunen Kopf und einen schwarzen Nacken. Bauch, Brust und die Streifen an den Halsseiten sind weiss. Die Flanken und der Rücken sind hellgrau gewellt. Auffälligstes Merkmal sind die verlängerten Schwanzfedern, auch Steuerfedern genannt. Das Weibchen ist vorherrschend grau und hell gesäumt. Der Schnabel ist bei beiden Geschlechtern hellblaugrau.

Verbreitungsgebiete der Spiessente sind vor allem der Norden Eurasiens und Amerikas sowie Teile der Türkei und Nordafrikas. Während der Brutzeit bevorzugen sie waldfreie und feuchte Freiflächen wie Sümpfe, Moore, Überschwemmungszonen größerer Flüsse und Seegebiete. Die Spiessente ist zwar kein heimischer Brutvogel, verschiedene Schweizer Seen gehören aber zu den Rastplätzen der Zugvögel. Zu beobachten sind Einzeltiere oder kleine Trupps vor allem zur  Zugzeit im Frühling und im Herbst. Ihre Winterquartiere richten die meisten Spiessenten in küstennahen Feuchtgebieten rund um das Mittelmeer ein.

Einige Populationen wagen aber auch den Flug über die Sahara und überwintern im heissen Afrika.

Bei der Nistplatzwahl auf möglichst trockenem Gelände sind beide Partner beteiligt. Das Nest kann mitunter kilometerweit vom nächsten Gewässer entfernt sein. Während der Brutdauer von 22-24 Tagen hält sich der Erpel in Nähe des Weibchens auf. Nach dem Schlüpfen der sieben bis elf Jungvögel werden diese vom  Weibchen bis zur Flugfähigkeit (nach sechs Wochen) aufgezogen.

Die Spiessenten gehen vor allem am Abend und in der Nacht auf Nahrungssuche, tagsüber wird meist geruht. Ganz oben auf dem Speisezettel stehen verschiedene Teile von Wasserpflanzen. Während der Legezeit nimmt das Weibchen vermehrt tierische Nahrung wie Insektenlarven zu sich. Generell werden auch Samen verschiedener Nutzpflanzen gerne gefressen.

Im Tierpark Goldau finden Sie die Spiessenten auf dem Rundgang um den Blauweiher.
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Schellente

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Schellente
Bucephala clangula

Die Schellente ist eine mittelgrosse, kompakte Ente mit kurzem, schmalem Schnabel, den sie wie eine Pinzette zur Nahrungsaufnahme benutzt. Schellenten erkennt man vor allem an ihrem recht dicken, großen Kopf und an ihrem kompakten Körperbau. Der Kopf des Männchens (Erpels) ist schwarz mit einem weissen Fleck an der Seite, der des Weibchens braun. Auffällig ist auch, dass der Erpel wesentlich grösser als das Weibchen ist.

Die Nahrung der Schellente besteht vorwiegend aus Kleinlebewesen wie Muscheln und Wasserinsekten. Im Meer ernährt sie sich auch von kleinen Fischen. Als Tauchente holt sie sich ihre Nahrung in bis zu vier Metern Tiefe. Zweimal pro Minute taucht sie für jeweils 20 Sekunden und verbringt somit rund sechs Stunden pro Tag unter Wasser. Mehrere Tausend Wasserinsekten muss sie pro Tag mit ihrem Schnabel aufpicken, um ihren Tagesbedarf von 170 Gramm zu decken.

Als Zugvogel überwintert die Schellente vorwiegend in Asien und in den gemässigten Breitengraden Mitteleuropas. Daher können bei uns vor allem im Winter Schellenten in grösserer Anzahl beobachtet werden. In Europa befinden sich die Brutgebiete in Skandinavien, Dänemark, Norddeutschland und vereinzelt auch in der Schweiz (ca. 10’000 Tiere).

Das Weibchen brütet die sechs bis zwölf Eier in Baumhöhlen oder künstlichen Nistkästen aus. Schellenten besitzen scharfe Krallen an den Zehen, mit denen sie auf dem Baum Halt finden können. Bereits im Alter von einem Tag stürzen sich die geschlüpften Jungtiere aus der manchmal bis zu 10m über dem Boden liegenden Höhle und folgen der Mutter zum Wasser. Dabei können durchaus längere Landwanderungen zwischen Bruthöhle und Gewässer liegen.

Im Tierpark Goldau finden Sie die Schellente auf dem Rundgang um den Blauweiher.
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Reiherente

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Reiherente
Aythya fuligula

Die aus Nordosteuropa und Asien stammende Reiherente ist eine mittelgrosse Tauchente. Ein besonderes Merkmal sind die verlängerten Nackenfedern, die einen herabhängenden Schopf bilden und somit an den Reiher erinnern. Daher erklärt sich die Namensgebung im deutschsprachigen Raum. Dieses Merkmal besitzen auch einige andere Reiherarten.

Reiherenten suchen ihre Nahrung tauchend unter Wasser. Sie bevorzugen Muscheln, vor allem Wandermuscheln, nehmen aber auch Wasserpflanzen zu sich. Die Ausbreitung der Wandermuschel als Nahrungsquelle in den letzten Jahrzehnten begünstigte das Vordringen der Reiherente in Europa. Sie ist heute nach der bekannten Stockente eine der häufigsten Entenarten.

In der Schweiz ist die Wandermuschel seit den 60er Jahren heimisch, was gleichzeitig zu einem rapiden Anstieg der Reiherente als Wintergast führte.

Die Reiherenten überwintern oft in grossen Gruppen in geschützten Meeresbuchten, Häfen oder auf offenen Wasserflächen im Binnenland. Daher wird es geübten Beobachtern auffallen, dass diese hübsche Ente hauptsächlich im Winter in grösserer Anzahl bei uns auf den Seen zu finden ist. Im Sommer wird man jedoch kaum ein Tier dieser Art entdecken.

Reiherenten leben das ganze Jahr gesellig. Auch die Nester stehen oft nahe beieinander. Mitunter nisten die Enten auch in Kolonien von Möwenvögeln, weil diese besonders wachsam gegenüber Feinden sind. Die Bindung der sechs bis elf Küken zur Mutter ist recht locker und es kann durchaus sein, dass sich die Küken anderen Familien anschliessen. Die Jungtiere werden sechs bis sieben Wochen lang vom Weibchen aufgezogen und erreichen anschliessend die Flugfähigkeit.

Im Tierpark finden Sie die Reiherente auf dem Blauweiher. Wenn Sie auf die verlängerten Nackenfedern achten, werden Sie sie bei uns leicht erkennen.
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Pfeifente

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Pfeifente
Anas penelope

Das Männchen ist im Brutkleid mit dem rotbraunen Kopf, der cremefarbenen Stirn sowie dem grauen Körper leicht zu erkennen. Das Weibchen ist eher unscheinbar rotbräunlich gefärbt. Das auffällig runde Kopfprofil ist für beide Geschlechter typisch. Die Pfeifente verdankt ihren Namen dem typischen, melodischen Pfiff, den die männlichen Tiere auch ausserhalb der Balzzeit erklingen lassen.

Pfeifenten leben und brüten in den nördlicheren Breiten Europas und Asiens, ihr Wintergebiet erstreckt sich von Nordafrika über Indien bis nach Japan. Mittlere und kleine flache Seen, reich bewachsene Gewässer und Sumpfniederungen der Taiga sind beliebte Brutplätze der Pfeifenten.

Die geschützt in trockener Heide oder zwischen Felsgesteinen versteckten Nester werden ausschliesslich von den Weibchen errichtet. Die Eiablage findet entsprechend dem nördlichen Standort relativ spät, nämlich Ende Mai bis Juni statt. Das Gelege enthält 7-10 Eier, die etwa 24 bis 25 Tage ausgebrütet werden. Die Jungenten sind bereits mit 6–7 Wochen voll befiedert, flugfähig und folgen im Oktober der Mutter ins Überwinterungsgebiet.

Pfeifenten gehören zu den Gründelenten und ernähren sich fast ausschliesslich pflanzlich. Im Sommer werden vor allem Sumpf- und Schwimmpflanzen aufgenommen, während im Winter zusätzlich Tang, Seegras und Algen auf dem Speisezettel stehen. Tiefer liegende Pflanzenteile können sie durch das Gründeln (Kopf unter Wasser, Schwanz in die Höhe) nicht mehr erreichen.

Im Tierpark Goldau können Sie die Pfeifente am Waldweiher entdecken.
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Moorente

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Moorente
Aythya nyroca

Die Moorente ist ein Brutvogel Ostmitteleuropas, dessen Vorkommen sich über den Süden Russlands bis in die westliche Mongolei erstreckt. Als Zugvogel überwintert sie in grösseren Beständen südwärts bis in die Gebiete Ost- und Westafrikas. Sie ist die einzige Ente in Europa, bei der  sich Weibchen und Männchen äusserlich praktisch nicht unterscheiden. Im Brutkleid leuchtet das Gefieder des Männchens (Erpel) kastanienbraun, das Weibchen sieht sehr ähnlich aus. Deutliches Unterscheidungsmerkmal ist die Iris: beim Männchen ist sie weiss, beim Weibchen dagegen braun.

Ende März beginnt die Balz der Moorenten. Abgesehen von den Verfolgungsflügen verläuft diese relativ ruhig und unscheinbar. Das Nest wird im Sumpf oder Verlandungsgürtel dicht über dem seichten Wasser erbaut. In Mooren, wie es der Name vermuten lässt, brüten sie jedoch nicht.

Die Ablage der 7-11 Eier erfolgt ab Mitte Mai bis Mitte Juni. Die Männchen halten bis gegen Ende der Bruttage (Brutdauer 22-27 Tage) fest zum Weibchen und ruhen während dieser Zeit nahe dem Nest auf dem offenen Wasser. Die Aufzucht erfolgt anfangs im Seichtwasser der Uferzone, später auf der freien Wasserfläche. Das Weibchen führt die Jungtiere 50-60 Tage bis zur Flugfähigkeit.  Die Paare bleiben jeweils für eine Saison zusammen.

Die Nahrung der Moorente besteht zum grösseren Teil aus Wasserpflanzen, vor allem Armleuchteralgen und Wasserlinsen sind sehr beliebt. Gerne fressen sie aber auch Mückenlarven sowie Schnecken, Kaulquappen und kleine Frösche.

In Europa gehört die Moorente zu den am stärksten vor dem Aussterben bedrohten Vogelarten, da ihre bevorzugten Lebensräume – seichte Seen mit üppigem Schilfbewuchs – immer mehr verschwinden. Im Tierpark Goldau können Sie die Moorente auf dem Waldweiher beobachten.
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Mandarinente

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Mandarinente
Aix galericulata

Die Mandarinente stammt ursprünglich aus Ostasien, wo sie an Flüssen und Seen mit reicher Ufervegetation und altem Baumbestand brütet. Aufgrund des farbenprächtigen Federkleids des Männchens wurde sie bereits im 18. Jahrhundert nach Europa eingeführt und in Zoos und Parks gehalten. Durch Aussetzung wurde sie in Schottland, Südengland, Dänemark und in den Niederlanden heimisch, wo sie unterdessen in grösserer Anzahl vorkommt. Auch in Mitteleuropa werden immer wieder einzelne verwilderte Tiere gesichtet, von denen auch erfolgreiche Bruten gemeldet werden. Dadurch haben sich einige frei lebende Populationen entwickelt.

Im Winter beginnt die Paarbildung mit einem ausgeprägten Balzverhalten. Die Brutperiode dauert gewöhnlich von April bis Mai. In der Regel brüten Mandarinenten während ca. 28 bis 31 Tagen. Ihre Nester legt die Mandarinenente vor allem in Baumhöhlen an, wo das Weibchen die Eier ausbrütet. Die Küken sind als Nestflüchter sehr früh selbständig und können sich schon nach wenigen Tagen selbst ernähren. Sind sie flugfähig, schwärmen sie gemeinsam mit anderen Jungvögeln auf der Suche nach einem eigenen Brutgebiet aus. Die 7-12 Jungtiere besitzen während den ersten Lebenstagen scharfe Zehennägel, mit deren Hilfe sie die Bruthöhle erkunden und schliesslich verlassen können.

Die Nahrung finden die Mandarinenten an der Wasseroberfläche oder am Ufer, selten auch unter Wasser. Im Frühjahr und Sommer kommen neben verschiedenen Wasserpflanzen Schnecken, Wasserinsekten, kleine Fische und Würmer auf den Speiseplan. Dieser wird im Herbst durch Eicheln, Buchweizen und Reis ergänzt.

Im Tierpark Goldau können Sie die Mandarinenten auf dem Rundgang beim Blauweiher beobachten.
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Löffelente

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Löffelente
Anas clypeata

An ihrem grossen, löffelartigen Schnabel ist die Löffelente gut zu erkennen. Im Schnabel befindet sich ein feines, dichtes Lamellensystem mit dem sie tierische und pflanzliche Organismen aus dem Wasser filtert. Dabei schwimmt sie zügig und mit dem Schnabel „schnatternd“ durchs Wasser. Löffelenten ernähren sich vor allem von Kleinstlebewesen im Wasser wie Kaulquappen, Insektenlarven, Wasserflöhe und Plankton.

Löffelenten sind auf der gesamten nördlichen Hemisphäre verbreitet. Mitteleuropäische Exemplare überwintern in den Mittelmeerregionen und in Nordafrika. Manche Populationen ziehen über 7000 Kilometer bis nach Afrika und rasten dabei auch in der Schweiz. Andere hält ein grösseres Nahrungsangebot und das milde Klima auch über den Winter im Brutgebiet.

Löffelenten sind gesellige Enten, die paarweise oder in kleineren Gruppen auf flachen, pflanzenreichen Gewässern anzutreffen sind. Das vom Weibchen errichtete Nest befindet sich meist auf Wiesen, sehr selten in Ufernähe. Oft sind mehrere Nester der Löffelenten nah beieinander gebaut. Wenn die Küken geschlüpft sind, halten sich die Löffelenten ausschliesslich in der Ufervegetation auf.

Während der Brutdauer von 22-23 Tagen bewacht das Männchen (Erpel) die Nestregion und begleitet das Weibchen bei Brutpausen. Wenn die Küken (meist 8-11) geschlüpft sind, halten sich die Löffelenten ausschliesslich in der Ufervegetation auf. Die Jungtiere werden während 6-7 Wochen vom Weibchen alleine aufgezogen.

Im Tierpark Goldau können Sie die Löffelente auf dem Waldweiher am Anfang des Rundganges beobachten.
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Krickente

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Krickente
Anas crecca

Männliche Krickenten können an ihrem Brutkleid mit dem typisch, grünen Seitenschild und dem rotbraunen Kopf gut erkannt werden. Schwieriger fällt die Bestimmung der Männchen im Herbst, wenn sie ihr braunes Schlichtkleid bekommen und wie die gleich gefärbten Weibchen aussehen. In dieser Zeit werden die Krickenten auch gerne mit den Knäkenten verwechselt.

Krickenten haben ein sehr grosses Verbreitungsgebiet. Besonders häufig sind sie im Nordosten Europas anzutreffen. Sie brüten vorwiegend auf Moor- und Waldseen oder an anderen von Vegetation umschlossenen Gewässern, die dem scheuen Vogel ausreichend Deckung bieten. Die Krickenten sind Bodenbrüter und bauen ihre Nester gut versteckt im Unterholz, manche werden bis zu einem Kilometer vom Wasser entfernt angelegt. Krickenten sind Teilzieher – einige überwintern im Brutgebiet, andere ziehen in den Süden.

Die Brutzeit dauert von April bis Mai, in der das weibliche Tier sechs bis zwölf Eier legt, welche anschliessend 21 bis 23 Tage bebrütet werden. Krickenten überwintern auf flachen Seen in Mittel- und Südeuropa. In der Schweiz sind sie regelmässige Wintergäste.

Ausserhalb der Brutzeit veranstalten Krickenten imposante Kunstflüge in dichter Formation. Droht Gefahr, legen sie einen blitzschnellen Senkrechtstart hin und entkommen so ihren Fressfeinden. Sie ist die kleinste Ente Europas und weit verbreitet.

Ihre Nahrung besteht, ähnlich wie die der Stockente, überwiegend aus Wasserpflanzen und allerlei Wassergetier. Im Herbst und Winter ernähren sie sich hauptsächlich von kleinen Samen.

Im Tierpark Goldau sind die Krickenten auf dem Rundgang am Blauweiher zu finden. Es braucht etwas Geduld, um diese eher scheuen Tiere zu entdecken.
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Kolbenente

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Kolbenente
Netta rufina

Die männliche Kolbenente erkennt man sofort an ihrem karminroten Schnabel. Kolbenenten finden sich als Zug- und Standvögel in ganz Mitteleuropa und Zentralasien. In der Schweiz brüten etwa 100 bis 200 Paare. Rund 20’000 Tiere überwintern hier, die meisten  auf den vier grössten Seen der Schweiz.

Als ausgesprochener Pflanzenfresser ist die Kolbenente an Flachseen mit üppigem Pflanzenbewuchs gebunden. Bevorzugte Brutbiotope sind grosse, flache Binnenseen mit breiten Rohrkanten, Schilfinseln und reicher Unterwasserflora. Die Kolbenente nimmt in erster Linie Algen und Laichkräuter sowie andere Wasserpflanzen auf. Ihre Nahrung nimmt sie tauchend auf, wobei sie bis zu 30 Sekunden unter Wasser bleiben kann. Bei Bedarf wird nur an der Oberfläche „gegründelt“. Dabei befindet sich der Kopf unter Wasser, die hintere Körperhälfte ragt steil aus dem Wasser.

Das Nest wird immer in Wassernähe, meist auf einer erhöhten Stelle, inmitten hoher Ufervegetation errichtet. Manchmal befindet es sich am Ende eines schmalen Pfades, auf dem die Ente ungesehen zum Wasser gelangt. Während das Weibchen während 26-28 Tagen die 6-12 Eier bebrütet, bleibt das Männchen stets wachend in Nestnähe.

Gegen Ende der Brutzeit sammeln sich die Männchen zur Mauser auf bestimmten Gewässern. Die Jungtiere werden nach dem Schlüpfen während 50-65 Tagen vom Weibchen allein aufgezogen.

Kolbenenten sind anspruchslos, robust und relativ kälteunempfindlich. Wegen des ruhigen Wesens werden diese Enten gern als Brut- oder Aufzuchtammen anderer Arten genutzt.

Im Tierpark sind die Kolbenenten auf dem Waldweiher zu beobachten.
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Knäkente

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Knäkente
Anas querquedula

Die Knäkente gehört zu den kleinsten Enten. Trotzdem legt sie jedes Jahr Tausende Kilometer Flugstrecke zwischen ihren Brutgebieten in den gemässigten Breiten Europas und Asiens und den Überwinterungsgebieten in Afrika zurück. Das Brutkleid der männlichen Knäkente ist gekennzeichnet durch einen braunen Kopf mit weissen Längstreifen oberhalb der Augen. Auf den Flanken hat es ein feines, silbergrau-schwarzes Wellenmuster, der Bauch ist weiss. Das Weibchen trägt ein grauweissbraun gemustertes Kleid und ist schwer von der ebenfalls kleinen und sehr ähnlichen Krickente zu unterscheiden.

Sie brütet in den gemässigten Breiten Europas und Asiens. Als Lebensraum bevorzugt sie Flachteiche, feuchte Wiesen oder seichte Buchten grösserer Seen. Dort werden die Nester gut getarnt auf trockenem Grund entlang dem Ufer angelegt. Knäkenten sind ausgeprägte Zugvögel und verbringen die Wintermonate südlich der Sahara in Afrika.

Erst im April kehren sie für die Brutzeit, welche von April bis Mai dauert, zurück. Durchschnittlich legen sie acht bis elf Eier. Knäkenten leben sehr heimlich, besonders wenn sie Jungtiere haben. Ein Nachweis einer erfolgreichen Brut ist daher nur schwer zu erbringen. Knäkenten sind anpassungsfähige Allesfresser. Auf Ihrem Speiseplan steht tierische Nahrung wie Kleinkrebse, Insektenlarven und Schnecken, aber auch Samen, Knospen und Wurzeln. Knäkenten gehören zu den sogenannten „Gründelenten“ und ernähren sich von der Wasseroberfläche aus.

Der Bestand der Knäkente nimmt in ganz Europa ab. Zudem gibt es ausgeprägte Schwankungen. Diese dürften mit den Dürreperioden im Sahel zusammenhängen, dort befinden sich die Hauptüberwinterungsgebiete. Für die gesamte Abnahme des Bestandes dürften nebst der verschlechterten Bedingungen in vielen Winterquartieren vor allem die intensivierte Landwirtschaft in Russland, dem Hauptbrutgebiet der Knäkente und der hohe Jagddruck verantwortlich sein.

Im Tierpark Goldau finden Sie die Knäkente auf dem Rundgang beim Blauweiher. Dort halten sie sich im Gebiet der Schwarzhalsschwäne auf.
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Eiderente

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Eiderente
Somateria mollissima

Die Eiderente ist die grösste europäische Tauchente. An Land bewegt sich die füllige Ente zwar etwas schwerfällig, als ausgezeichneter Schwimmer und Taucher ist sie für das Leben im stürmischen Polarmeer aber bestens gerüstet. In der Schweiz ist die Eiderente als Wintergast zu beobachten, in den letzten Jahren vereinzelt auch als Brutvogel.

Die Eiderenten leben ganzjährig an etwas felsigen, vorgelagerten Meeresküsteninseln, Riffen und ruhigen Buchten der arktischen und subarktischen Regionen. Im nördlichen Europa ist sie weit verbreitet und die häufigste „Meeresente“. Eiderenten sind auch während der Brutzeit recht gesellig, in Island wurden schon Kolonien mit bis zu 1.000 Paaren beim Brüten auf küstennahen Inseln beobachtet. Als Bodenbrüter haben Eiderenten wenige Ansprüche an ihr Brutgebiet, sie suchen sich jedoch bevorzugt Stellen aus, die von Wind und Wasser geschützt sind. Nach dem Schlüpfen werden die Jungvögel 65 bis 75 Tage nur von ihrer Mutter geführt. Oft werden die Küken in Kolonien zusammengelegt und in grösseren Trupps von einzelnen Weibchen betreut.

Die Paare kümmern sich folgendermassen um die Brutplätze: Aus vorjährigen Pflanzenteilen wird am Boden ein Nest gebaut, welches mit weichen Flaumfedern, den sogenannten Daunen, ausgekleidet wird. Die Federn der Eiderente eignen sich hervorragend um Decken oder Schlafsäcke herzustellen, da sie besonders warm und leicht sind. Dieser Umstand wird in Island genützt, indem die Daunen eingesammelt und durch Heu ersetzt werden. Dieser Geldquelle wegen werden die Eiderenten in Island schon lange gepflegt und geschützt. Mittlerweile haben aber auch synthetische Füllmaterialien Einzug gehalten.

Die Nahrung der Eiderenten besteht vorwiegend aus Meermuscheln, Krabben und Krebsen, seltener aus kleinen Fischen und Pflanzenteilen. Mancherorts fressen die Eiderenten ganz gezielt Miesmuscheln, sehr zum Ärger der Muschelfischer. Dabei werden die Muscheln in passender Grösse ganz verschluckt.

Im Tierpark Goldau finden Sie die leicht zu erkennende Eiderente auf dem Rundgang am Blauweiher.
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Brautente

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Brautente
Aix sponsa

Die Brautente ist eine der am schönsten gezeichneten Arten aus der Gruppe der Glanz-Enten. Das Prachtgefieder der Männchen schillert zur Paarungszeit in den verschiedensten Farben. Das Federkleid des Weibchens ist vorwiegend in Grau und Braun gehalten.

Ursprünglich kam die Brautente ausschliesslich in Nordamerika, meist an küstennahen Gewässern und grossen Seen in bewaldeter Landschaft, vor. Doch bereits im 17. Jahrhundert wurde die Brautente vom französischen Adel zur Zierde in den berühmten Parkanlagen von Chantilly und Versailles gehalten.

Die Verwilderung fand wohl erst im 19. Jahrhundert durch Gefangenschafts-Flüchtlinge statt. Manchmal werden auch in Europa einzelne Exemplare in der freien Natur gesichtet. Es ist aber davon auszugehen, dass es sich hierbei vor allem um aus Zuchten entflohene Tiere oder um deren Nachkommen handelt. Allgemein scheint die Brautente in Europa nicht wirklich Fuss zu fassen. In Nordamerika war sie zu Beginn des 20. Jahrhundert beinahe ausgerottet worden. Heute ist ihr Bestand in Amerika gesichert, obwohl sie gejagt werden darf.

Für Brautenten gilt: „Was auf den Tisch kommt, wird gefressen“. Je nach Verfügbarkeit sind dies Wasserpflanzen, verschiedene Früchte oder Beeren, aber auch unterschiedlichste Insekten und teilweise sogar kleine Fische. Zur Not werden auch Nutzpflanzen wie Sojabohnen oder Mais verspeist. Dank ihres anpassungsfähigen Fressverhaltens müssen Brautenten nur selten Hunger leiden.

Brautenten nisten in Baumhöhlen oder Nistkästen in der Nähe von Seen und Flüssen. Sind ausreichend Brutplätze vorhanden, nisten die Brautenten in grösseren Gruppen. Bereits einen Tag nach dem Schlupf verlassen die Küken ihr Nest und folgen der Mutter. Dazu müssen sie aus dem Nest springen – in der Regel aus einer Höhe von mehreren Metern. Für die weitere Aufzucht der Küken ist das Weibchen meist alleine verantwortlich. Im Süden des Verbreitungsgebietes ziehen Brautenten in der Regel zweimal pro Jahr Nachwuchs auf.

Im Tierpark Goldau kann man die Brautenten auf dem Blauweiher beobachten.
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Bergente

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Bergente
Aythya marila

Die nordische Bergente kann leicht mit der heimischen Reiherente verwechselt werden. Das Männchen (Erpel) hat einen grün schimmernden, schwarzen Kopf und der Rücken ist – im Gegensatz zum schwarzen Rücken der Reiherente – grau gemasert. Ausserdem besitzt die Bergente keinen angedeuteten Schopf am Hinterkopf.

Ihre Brutgebiete befinden sich in Island und an den nördlichen Küsten Skandinaviens. Sie ist sowohl auf Süss- wie auch Salzwasser anzutreffen. Die Nahrung der Bergente ist überwiegend tierisch: Insektenlarven, Muscheln, Schnecken, Krebse und zum Teil auch Wasserpflanzen (aus Süsswasserseen). Die Bergente gehört zu den sogenannten Tauchenten, d.h. auf der Suche nach Nahrung taucht sie völlig unter Wasser. Dabei kann sie bis in Tiefen von 30m vorstossen, normalerweise gehen ihre Tauchgänge jedoch selten tiefer als 3-12m. Die Bergente ist fast auf der ganzen Nordhalbkugel verbreitet.

Ihre Brutgebiete liegen an den Seen der Tundra und Waldtundra. Dort legt sie ihre Nester am Wasser im Ried, unter Büschen oder zwischen Felsgestein an. Auf Inseln wird zusammen mit Möwen oder Seeschwalben auch in Kolonien gebrütet. Während 26-28 Tagen werden 7-12 Eier vom Weibchen ausgebrütet. Die Männchen bleiben lange beim brütenden Weibchen, einzelne helfen sogar bei der Aufzucht. Mit ca. 45 Tagen werden die Jungvögel flugfähig. Nach der Brut und Aufzucht der Jungen ziehen die Bergenten gemeinsam gen Süden. Den Winter verbringen die Bergenten vor allem an den Küsten der gemäßigten Breiten, manche Populationen überwintern auch im hohen Norden Skandinaviens oder Südalaskas. Bergenten sind nur für eine Saison verpaart und suchen sich jeweils im Winter einen neuen Brutpartner.

Bei uns in Goldau finden Sie die Bergenten auf dem Rundgang beim Waldweiher, wo sie gut beobachtet werden können.
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