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Schneehase

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Schneehase
Lepus timidus

Der Schneehase bewohnt die meisten Gebiete der Schweizer Alpen und Voralpen, in der Jurakette fehlt er. Dabei bevorzugt der Schneehase im Sommer offenes Gelände oberhalb der Baumgrenze, während er sich im Winter in lichten Wäldern über 800m aufhält. Verstecke findet er unter Sträuchern, Wurzeln oder in Felsnischen. Im Winter gräbt er auch Löcher in den Schnee, um Schutz oder Nahrung zu suchen. In den Tieflagen der Täler löst der Feldhase den Schneehasen ab, ihre Gebiete überschneiden sich selten.

Der Schneehase ist hervorragend an seinen Lebensraum angepasst: Wie bei vielen Tieren in kalten Gegenden sind auch bei den Schneehasen die Extremitäten kürzer als bei ihren in wärmeren Gebieten lebenden Verwandten. Neben den kürzeren Ohren fallen auch die im Vergleich zum Feldhasen kürzeren Beine auf.

Trotzdem sind die Schneehasen äusserst flinke Tiere und vermögen ihren zahlreichen Feinden (z.B. Fuchs und Krähenvögel) oft ein Schnippchen zu schlagen.

Zudem sind Schneehasen richtige Verwandlungskünstler: Sie wechseln ihr Fell dreimal im Jahr. Im Frühjahr sind sie graubraun gefärbt, im Sommer braun und im Winter weiss – mit Ausnahme der schwarzen Ohrspitzen.

Die Nahrung der Schneehasen ist vorwiegend pflanzlich und eher karg. Um die wenigen Nährstoffe besser auszunutzen, fressen die Hasen ihren feuchtweichen Kot nochmals. Der zweite Kot besteht dann aus kleinen, runden Bällchen und wird nicht mehr gefressen. Im Winter enthält dieser fast ausschliesslich Holzresten, da sich die Hasen dann vor allem von Zweigen von kleinen Sträuchern ernähren.

Im Tierpark leben die Schneehasen zusammen mit den Bartgeiern, die als Knochen- und Aasfresser für die Schneehasen keine Bedrohung darstellen. Zudem findet sich auch im Gämsengehege ein Schneehasenpaar.
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Feldhase

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Feldhase
Lepus europaeus

Feldhasen sind in ganz Europa verbreitet und dehnen sich weiterhin nach Osten aus. Ende des 19. Jahrhunderts wurden sie auch in Nord- und Südamerika, sowie Australien und Neuseeland eingeführt. In der Schweiz leiden die Feldhasen heutzutage jedoch unter der Intensivierung der Landwirtschaft (Einsatz von chemischen Mitteln) und Verschwinden ihrer Lebensräume wie z.B. Hecken und Brachland.

Feldhasen sind äusserst flinke Tiere und vermögen ihren zahlreichen Feinden oft ein Schnippchen zu schlagen. Mit ihrem muskulösen Körperbau können sie mehrere Meter weite Sprünge vollführen und Spitzengeschwindigkeiten bis zu 70km/h erreichen. Ihre Sprungkraft kann man nicht nur auf der Flucht vor Räubern beobachten, sondern auch während der Paarungszeit: Dann liefern sich rivalisierende Männchen (Rammler) stundenlange Kämpfe um die Weibchen.

Die Nahrung der Feldhasen ist vorwiegend pflanzlich und eher karg. Um die wenigen Nährstoffe besser auszunutzen, fressen die Hasen ihren feuchtweichen Kot nochmals. Der zweite Kot besteht dann aus kleinen, runden Bällchen und wird nicht mehr gefressen. Im Winter ernähren sich die Hasen vor allem aus Zweigen von kleinen Sträuchern.

Die jungen Hasen kommen im Frühjahr zur Welt und haben schon von Geburt an die Augen offen und ein dichtes Fell. Sie werden einmal täglich am Abend gestillt und verstecken sich danach getrennt im Gras. In ihrer Jugend sind die Feldhasen von vielen Krankheiten und Feinden bedroht. Krankheiten sind auch der Grund, weshalb die Zucht in Menschenobhut schwierig ist.
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Im Tierpark leben etliche Feldhasen in der Freilaufzone, die mit etwas Glück und vor allem in den ruhigeren Abendstunden zu beobachten sind.

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