Igel
Erinaceus europaeus

Wer kennt es nicht, das stachelige Tier mit seinen bis zu 8000 Stacheln? Der europäische Igel bevorzugt einen reich strukturierten Lebensraum mit vielen Gebüschen und Asthaufen. Diesen findet er in landwirtschaftlichen Gebieten oder in Grünzonen von Städten und Dörfern. So trifft man ihn oft in Gärten bei Steinhaufen, unter Hecken oder Komposthaufen. Dort geniesst er laut schmatzend seine Lieblingsmahlzeiten: Laubkäfer, Insektenlarven, Regenwürmer, Spinnen und Schnecken. Auf der Suche nach Nahrung nutzt der Igel sein ausgezeichnetes Gehör sowie seinen ausgeprägten Geruchssinn.

Igel sind Einzelgänger. Nur während der Paarungszeit zwischen April und August finden Weibchen und Männchen zu einander. Nach 35 Tagen kommen 4-5 blinde und taube Junge zur Welt. Deren bereits 3 mm langen Stacheln sind in der noch aufgequollenen Haut gut eingebettet. Doch bereits ein paar Stunden nach der Geburt liegen diese schon frei. Ungefähr 2 ½ Wochen später öffnen die kleinen Igel die Augen und Ohren und dürfen schon bald nachts mit ihrer Mutter durch die Gärten streifen.

Dann legen sich aber auch die Feinde der Igel auf die Lauer. Trotz des stacheligen Schutzmantels können Uhu und Dachs problemlos einen ausgewachsenen Igel erbeuten. Fuchs, Marder oder Iltis hingegen erwischen höchstens ein junges oder krankes Tier. Hauptfeind Nummer 1 ist aber der Strassenverkehr – und damit wir Menschen.

Sobald die Tage kürzer werden und die Bäume ihre Blätter fallen lassen, frisst sich der Igel eine möglichst dicke Speckschicht an. Meist im Oktober oder November verkriecht er sich dann in einen geschützten Platz und beginnt seinen Winterschlaf.

In der Igelstation des Natur- und Tierparks Goldau werden geschwächte und kranke Igel aufgenommen, gesund gepflegt und bei Bedarf wird ihnen ein Platz zum Überwintern geboten. Das eigentliche Igelgehege befindet sich in der Nähe des Panoramaplatzes.
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