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Singschwan

Singschwan
Cygnus cygnus

Singschwäne sind sehr elegante weisse Schwäne, die leicht vom einheimischen Höckerschwan unterschieden werden können: Ihr Schnabel ist gelb anstatt rot und der lange Hals wird in der Schwimmhaltung nie gekrümmt.

Singschwäne sind nordische Wasservögel, deren Brutplätze sich hauptsächlich in Waldgewässern der russischen Taiga befinden. Die wichtigsten Brutbestände Europas befinden sich in Schweden und Island. Den Winter verbringen sie in den Küstenebenen Europas und Ostasiens. Einige Brutvögel überwintern sogar in Island auf eisfreien Thermalgewässern. In seltenen Fällen können Singschwäne auch bei uns als Wintergäste beobachtet werden.

Ihren Namen bekamen die Singschwäne wahrscheinlich infolge ihres lauten und durchdringenden Rufs. Ihr Balzverhalten könnte zum berühmten Ballett „Schwanensee“ inspiriert haben: Mit weit offenen Flügeln umkreisen sich die Tiere, oft begleitet durch lautes Rufen. Dieser „Tanz“ führt schliesslich zur Paarung.

Haben sie sich gefunden, bleiben Singschwäne das ganze Leben lang zusammen. Mitte Mai werden dann 4-7 Eier in ein riesiges gepolstertes Bodennest am flachen Ufer gelegt. Die Jungen schlüpfen nach einer Brutdauer von ca. 31-42 Tagen und werden rund zwei bis drei Monate von den Eltern geführt. Um Brut und Aufzucht der Jungen kümmern sich beide Elternteile, die Familien bleiben in der Regel bis Ende Winter zusammen.

Zur Nahrung des Singschwanes gehören vor allem Wasserpflanzen; an Land weidet er Gräser und Wurzeln, Getreidekörner werden ebenfalls gerne angenommen. Singschwäne ruhen sich auch in Nähe der Weidegründe auf grossen Wasserflächen aus. Dabei ist er im Unterschied zum Höckerschwan sehr wachsam und scheu.

Im Tierpark Goldau können Sie unsere Singschwäne auf dem Waldweiher besuchen. Zu Fütterungszeiten kann ihr lauter Ruf manchmal weit über den Tierpark hinaus gehört werden.
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Schwarzhalsschwan

Schwarzhalsschwan
Cygnus melanocoryphus

Wie der Name schon sagt, besitzt der Schwarzhalsschwan einen schwarzen Hals und Kopf. Ab dem unteren Drittel des Halses ist er weiss und um das Auge hat er einen schmalen, weissen Augenstreifen. Der Schnabel ist hellblau mit einen bis zum Auge hin reichenden roten Stirnhöcker, welcher beim Männchen etwas ausgeprägter ist als beim kleineren Weibchen. Der Stirnhöcker bildet sich erst beim Erlangen der Geschlechtsreife im dritten Lebensjahr voll aus. Der Schwarzhalsschwan ist etwas kleiner als der Höckerschwan und kann ein Gewicht von 3.5kg bis 6.5kg erreichen.

Zum Verbreitungsgebiet des Schwarzhalsschwanes zählen vor allem die südlichen Gebiete Südamerikas. Während die südlicheren Populationen im Winter weiter nach Norden ziehen, sind die meisten nördlichen Populationen ganzjährig ansässig. Brütende Schwarzhalsschwäne beanspruchen ein grosses und streng abgegrenztes Revier.

Sie leben ausserhalb der Brutzeit gesellig, während der Brut verhalten sich die Vögel aber allgemein sehr territorial und aggressiv. Die Nester werden an Seen in der dichten Ufervegetation oder auch auf kleinen Inseln gebaut. Die 3-7 Eier werden während 34-36 Tagen vom Weibchen alleine ausgebrütet. Sobald die Jungen die Flugfähigkeit erlangen, leben sie in Gruppen von 20-40 Tieren.

Trotz diesen grossen Gruppen, die sich zur Mauserzeit bis zu der stattlichen Anzahl von 5’000 Tieren ansammeln können, sind die Schwarzhalsschwäne in gewissen Gebieten seltener geworden. Die Trockenlegung grosser Feuchtgebiete zur Gewinnung von Viehweiden und somit der Verlust ihres Lebensraumes macht den Vögeln zu schaffen. Ihre Nahrung besteht überwiegend aus Samen, Wasserpflanzen und Algen, die sie mit tief eingetauchtem Hals vor allem im flachen Wasser suchen.

Im Tierpark Goldau finden Sie unsere Schwarzhalsschwäne am Anfang des Blauweiher Rundgangs bei der kleinen Brücke.
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Coscorobaschwan

Coscorobaschwan
Coscoroba coscoroba

Der Coscorobaschwan steht verwandtschaftlich etwas abseits von den anderen Schwänen, die alle der Gattung Cygnus angehören. Er gehört als einziger Schwan einer eigenen Gattung an. Vom Aussehen her erinnert er an den bekannten weissen Höckerschwan, sein Schnabel ist jedoch glänzend rot und der Schnabelhöcker nicht ausgebildet. Sein Name ist von seinem lauten trompetenähnlichen Ruf „Kos-ko-ruh“ abgeleitet.

Er ist die kleinste Schwanenart und lebt im südlichen Südamerika, wo er sich bevorzugt an grossen, nahrungsreichen Flachseen der Pampa aufhält. Die Nahrung wird gründelnd oder im flachen Wasser watend gesucht, zuweilen grast er auch auf Uferwiesen. Über die Zusammensetzung der Nahrung von Coscorobaschwänen ist wenig bekannt. Hauptsächlich ernähren sie sich von Gras und Wasserpflanzen, manchmal auch von Wasserkleintieren.

Coscorobaschwäne besiedeln Südamerika, Zentral-Chile und ganz Argentinien. Während der Brutzeit beziehen die Paare grosse Gewässerabschnitte. Das Nest wird vom Männchen angelegt, die Eier vom Weibchen gebrütet.

Die Nester bestehen aus Teichschlamm und Pflanzenteilen, in welche 3-9 schmutzig-weisse Eier gelegt werden. Diese werden vom Weibchen etwa fünf Wochen lang allein bebrütet. Sie leben bis zu einem gewissen Grad gesellig, brüten aber meistens einzeln. Um die Aufzucht der Jungen kümmern sich dann wieder beide Elternteile. Nach der Brutzeit ziehen die meisten Tiere weiter in den Norden – bis nach Brasilien oder Bolivien.

Im Tierpark Goldau können Sie unseren Coscorobaschwan auf dem Blauweiher antreffen. Am besten lässt er sich vom Unterwasserfenster aus beobachten, da er sich häufig in dessen Nähe aufhaltet.
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