Das erste, was bei einer
Begegnung mit einem Dachs in der Abenddämmerung auffällt,
ist sein schwarzweiss gestreiftes, keilförmig zugespitztes
Gesicht. Man begegnet ihm tagsüber und in der Dämmerungszeit
eher selten. Er ist ein Nachtbummler und verlässt seinen
unterirdischen, selbst gegrabenen Bau kaum je vor der Dunkelheit.
Dann macht sich der Dachs auf die
Nahrungssuche. Er ist ein Allesfresser. Von Jungvögeln,
Mäusen, über Würmer, Larven und Schnecken,
Käfer und Beeren bis zu Mais, Wurzeln und Honig nimmt
er alles auf seinen Speisezettel. In der Schweiz ernährt
er sich aber fast vorwiegend von Regenwürmern. Diese
findet er ausschliesslich mit seiner Nase, dem Organ, das
ihm in der Dunkelheit die Augen ersetzt. Bis zu 500 Regenwürmer
in einer Nacht stehen auf dem Programm. |