Der Graureiher ist der
häufigste Reiher in Mitteleuropa und wird auch mit dem
Namen „Fischreiher“ bezeichnet. Wie sein Zweitname
schon andeutet, ist er vor allem als Fischjäger bekannt
und auch geächtet. Lange Zeit wurde er als Fischereischädling
verfolgt, in der Schweiz zeitweise sogar per Gesetz. Seit
1926 ist er allerdings geschützt.
Seinen schlechten Ruf, den er auch heute noch teilweise
besitzt, ist allerdings nicht berechtigt. Als Kolonienvogel
mag es zwar vorkommen, dass grosse Mengen Fisch verzehrt werden,
doch ein einzelner erwachsener Graureiher nimmt am Tag lediglich
etwa 350 g Fisch zu sich. Zwei Drittel seiner Nahrung besteht
aus fischereischädlichen Larven der Gelbrandkäfer,
Libellen und aus Mäusen, welche er auch hauptsächlich
seinen Jungtieren verfüttert. |