Der
Luchs ist mit seinen langen Beinen und dem gemusterten Fell
hervorragend an seinen Lebensraum angepasst. Die rotbraune
Färbung ist eine perfekte Tarnung in bewaldeten Gebieten,
und die langen Beine mit den grossen Tatzen dienen in schneereichen
Wintern der Fortbewegung.
Als Raubkatze ist der Luchs ein typischer
Anschleichjäger. Er pirscht sich möglichst nahe
an seine Beute heran, daher besiedelt er die Alpen nur bis
zur Waldgrenze – oberhalb fehlt ihm die Deckung. Mit
wenigen, bis 7 m langen Sprüngen überrascht er das
Beutetier, hält es mit seinen Krallen fest und tötet
es durch einen Biss in den Hals. Flüchtende Beute verfolgt
der Luchs nur über kurze Strecken, für eine längere
Hetzjagd ist er zuwenig ausdauernd. War die Jagd erfolgreich,
so kehrt der Luchs während etwa einer Woche immer wieder
zu seinem Riss zurück, bis nur noch Haut, Knochen und
Innereien übrigbleiben. |