| Das Seidenhuhn (Wugu-ji)
ist in der asiatischen Literatur seit fast 1300 Jahren nachweisbar
und auch in Europa schon lange bekannt. Zumindest Vorläufer
unserer heutigen Seidenhühner müssen bereits erheblich
früher existiert haben, denn schon der griechische Philosoph
Aristoteles (384-322 v. Chr.) erwähnte schwarze und weisse
Hühner mit "Katzenhaar" aus dem Reich von Mangi,
dem heutigen China. Das Seidenhuhn stellt demnach eine sehr
frühe Haushuhnrasse aus dem ostasiatischen Raum dar. Über
Händler wie Marco Polo wurde es schliesslich im Mittelalter
als Kuriosität nach Europa eingeführt, wo es aufgrund
seines feinen, daunigen Gefieders gar als Kreuzung zwischen
Huhn und Kaninchen angepriesen worden sein soll. Neben ihrer
Verwendung als Ei- und Fleischlieferant werden die Hennen der
Seidenhühner heute vor allem als Ammen zur Aufzucht von
Enten- und Fasanenküken geschätzt. |
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