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Vier Wiedehopfe sind wieder im Tierpark Goldau zu Hause – zwei im Park, ein Pärchen in einer Zuchtvoliere.
30.07.2019

Der Wiedehopf ist zurück in Goldau

Lange gab es im Natur- und Tierpark Goldau keinen Wiedehopf. Trotz grossen Bemühungen, wieder einige der schönen Vögel nach Goldau zu bringen, dauerte es rund zwei Jahre, bis nun wieder vier der Vögel nach Goldau geholt werden konnten.

Er wirkt wie ein exotischer Vogel und ist in der Schweiz nicht häufig anzutreffen – wer ihn ausserhalb einer Voliere entdeckt, darf sich glücklich schätzen. Tierparkgäste können ihn nun wieder in Goldau bewundern, nach rund zwei Jahren Absenz. Denn Mitte Juli haben zwei der eleganten Vögel ihr neues Zuhause in der Gemeinschaftsvoliere neben dem Tierpark-Eingang bezogen. Bereits anfangs Juli konnten insgesamt vier Wiedehopfe bei einem Züchter in Deutschland abgeholt werden – ein Glücksfall, ist es doch sehr schwierig, Wiedehopfe zu finden und trotz administrativem Aufwand in die Schweiz zu importieren. Nach zwei Wochen in der Quarantänestation konnte ein Pärchen zu den anderen Vögeln in der Parkvoliere ziehen, welches sich mittlerweile wunderbar eingelebt hat. Das zweite Paar wird eine Zuchtvoliere bewohnen, in der Hoffnung, dass die Zucht mit den beiden Tieren gelingt.

Prächtiger Vogel mit hohen Ansprüchen

Der etwa amselgrosse Vogel fällt wegen seinem langen, gekrümmten Schnabel und seiner bis zu sechs Zentimeter langen, fuchsroten Federnhaube auf. Diese stellt er auf, wenn er aufgeregt ist oder sich bedroht fühlt. Besonders bei seinem wellenförmigen Flug kommt die Schönheit dieses Vogels mit seinem schwarzweiss gebänderten Gefieder an Rücken und Flügel voll zur Geltung.

Der Wiedehopf lebt in weiten Teilen Eurasiens und Afrikas, nördlich der Alpen kommt er nur noch sporadisch vor. Früher war der Wiedehopf auch in der Schweiz weit verbreitet; vor allem in den Streuobstwiesen mit Hochstammbäumen war er häufig anzutreffen. Durch den Verlust dieser Lebensräume und der Intensivierung der Landwirtschaft droht der Wiedehopf allmählich auszusterben. Nur im Wallis, dem Gebiet um den Genfersee und im Zürcher Unterland lässt sich der Wiedehopf mit etwas Glück noch beobachten.

Junge Vögel vertreiben mit einem stark riechenden Sekret ihre Feinde. Da dieser Geruch sowohl für tierische wie auch für menschliche Nasen unangenehm ist, entstand die Redewendung «Du stinkst wie ein Wiedehopf».

Auffallend am Wiedehopf sind sein langer, gekrümmter Schnabel und seine Federnhaube auf dem Kopf.