Generelle Maskenpflicht im Tierpark

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Der 20-jährige Wisent-Stier Wumbro.
12.Februar 2020

Ein sanftmütiger Riese mit Europa-Rekord

Der Wisent-Stier Wumbro im Natur- und Tierpark Goldau ist 20 Jahre alt und stellt damit den aktuellen Altersrekord in Europa auf. Der stattliche Stier ist mehrfacher Vater und trägt einen wichtigen Teil zur Erhaltung der Art bei.

Der Name Wumbro lässt bereits erahnen, dass es sich hier um ein kräftiges Tier handeln muss; ein richtiger Brummer. Tatsächlich ist der Wisent-Stier Wumbro das schwerste Tier im Natur- und Tierpark Goldau. Vor kurzem hat er aber noch einen weiteren Rekord aufgestellt, denn er ist mit 20 Jahren und 4 Monaten der älteste Wisent Stier im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm EEP. Sein fortgeschrittenes Alter merkt man ihm zwar hin und wieder an, zum Beispiel, wenn das Aufstehen nach einer Ruhepause nicht mehr ganz so elegant funktioniert. Doch sobald die Paarungszeit beginnt und eine seiner Kühe brünftig wird, bewegt sich Wumbro als wäre er zehn Jahre jünger.

Ein starker Koloss
Geboren wurde Wumbro im Oktober 1999 im Wildpark Bruderhaus in Winterthur. Im gleichen Jahr fegte Sturm Lothar durch die Schweiz und zerstörte einen Teil des Natur- und Tierparks Goldau. Doch diese beiden Ereignisse stellten sich einige Jahre später als Glücksfall heraus, denn auf dem frei gewordenen Gelände entstand eine Wisent-Anlage mit Wumbro als Gründertier der neuen Herde. Seit 2001 lebt Wumbro in der Anlage direkt beim Eingang und ist ein Liebling von Besuchenden und Mitarbeitenden. Der gut 800 Kilogramm schwere Koloss gilt als sehr sanftmütig, lässt sich nie aus der Ruhe bringen und präsentiert sich meist in seiner gesamten Pracht dem Publikum.

Trotz aller Ruhe darf seine Stärke nicht unterschätzt werden: Die Tierpfleger bringen regelmässig grosse und schwere Bäume in die Anlage, damit die Wisente frische Rinde und Äste zum Knabbern haben. Diese Bäume kann Wumbro mühelos heben, indem er seine Hörner unter den Stamm schiebt. Durch eine kleine Kopfbewegung des Stiers werden wir Menschen daran erinnert, wie stark ein Wisent sein kann.

Rettung in letzter Minute
Wisente waren vor einigen Jahrhunderten noch in Europa weitverbreitet, doch bereits ab dem frühen Mittelalter begann die Verdrängung durch den Menschen. Anfang des 20. Jahrhunderts waren die europäischen Bisons dann in der freien Wildbahn komplett ausgestorben, einzig in der Obhut von Zoos und Schutzgebieten hatten wenige Tiere überlebt. Mit diesen verbliebenen Tieren begann die sehr erfolgreiche Erhaltungszucht. 1952 wurden die ersten Tiere in Osteuropa ausgewildert, in der Zwischenzeit beträgt die wilde Population rund 2’000 Tiere und weitere 1’000 Tiere leben in Zuchtgehegen sowie Tierparks.

Auch der Natur- und Tierpark Goldau hat sich der koordinierten Zucht angeschlossen. Seit Beginn der Wisenthaltung in Goldau konnten zwei Tiere in der Slowakei, vier in Rumänien und ein Tier in Polen als Gründertiere von neuen Herden ausgewildert werden – alles Nachkommen von Wumbro.

Weitere Informationen zum Wisent gibt es auf unserer Tier-Seite sowie im Zootier-Lexikon.

 

Der 20-jährige Wisent-Stier Wumbro.

Der 20-jährige Wisent-Stier Wumbro.

Wisent-Stier Wumbro im Natur- und Tierpark Goldau.

Wisent-Stier Wumbro im Natur- und Tierpark Goldau.

Wisent-Stier Wumbro mit einer seiner Kälber.

Wisent-Stier Wumbro mit einer seiner Kälber.

Das Wisent-Kalb ist ein Nachkomme von Stier Wumbro.

Das Wisent-Kalb ist ein Nachkomme von Stier Wumbro.