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Der Schwalbenschwanz ist einer der Schmetterlinge, der sich am neuen Garten erfreut.
24.09.2019

Ein Schmetterlingsparadies in Goldau

Heute wurde der neue Schmetterlingsgarten im Natur- und Tierpark Goldau eröffnet. Im naturnahen Garten entstand ein Lebensraum aus einheimischen Pflanzen für diverse Schmetterlingsarten und weitere Insekten.

Durch den Verlust ihres Lebensraums, Einsatz von Insektiziden sowie dem Verschwinden von Blumen gehören Tagfalter in der Schweiz zu den bedrohten Tierarten. Die farbigen Schmetterlinge sind nicht nur eine Pracht zum Anschauen; sie übernehmen eine wichtige Funktion bei der Bestäubung vieler Nutzpflanzen. Auch die Metamorphose, also die Verwandlung von der Larve zum fliegenden Schmetterling, ist ein biologisch äusserst eindrücklicher und einmaliger Vorgang in der Tierwelt, der eine Veranschaulichung verdient hat.

Der Garten am Fuss des Rossbergs hat die Form eines Schmetterlings – jeder der vier Flügel zeigt eine andere Vegetation. Die eine Seite behandelt das Thema «Schmetterlinge im heimischen Garten». Neben schmetterlingsfreundlichen Pflanzen für nährstoffreichen Boden wird die Wichtigkeit von Gemüse und Obstpflanzen für Schmetterlinge aufgezeigt. Dieser Teil soll den Tierparkgästen Handlungsoptionen für Zuhause aufzeigen. Die andere Seite behandelt das Thema «Schmetterlinge in der Landwirtschaft», wobei Ruderalflächen wie auch Blumenwiesen gezeigt werden.

Der Schmetterling ist ein Verwandlungskünstler: Aus einem winzigen Ei schlüpft eine Raupe, die sich dann verpuppt und später als Schmetterling ihren Kokon verlässt. Dieser spannende Prozess der Metamorphose wird anhand einer Skulptur aufgezeigt und veranschaulicht. Die Holzskulptur beinhaltet aber als Highlight auch einen Brutkasten, in welchem künftig die Verwandlung der Raupe zum Schmetterling entdeckt werden kann.

Zweite Etappe des Insektenwegs

In der Nähe der Gemeinschaftsanlage für Bär und Wolf ist der Insektenweg mitten in der Entstehung. Der neu eröffnete Schmetterlingsgarten ist der zweite Teil des Pfads mit insgesamt fünf Stationen. Die erste Station ist die Ausstellung zur Honigbiene, welche seit Herbst 2017 von den Tierparkgästen rege besucht wird. Die weiteren Stationen sind in Arbeit; neben den Bienen und den Schmetterlingen werden auch Ameisen, Wildbienen und Käfer ihren Platz im Pfad finden. Der Insektenweg rückt im Natur- und Tierpark Goldau die kleinen Lebewesen ins Rampenlicht und zeigt damit beispielhaft, dass die Natur nur als Netzwerk von Gross und Klein funktioniert.

Der Schmetterlingsgarten ist der zweite Teil des Insektenpfades.Der Schmetterlingsgarten ist der zweite Teil des Insektenpfades.

Die künstlerische Skulptur zeigt die Verwandlung vom Ei bis zum Schmetterling (Metamorphose).Die künstlerische Skulptur zeigt die Verwandlung vom Ei bis zum Schmetterling (Metamorphose).

Die ausgewählten einheimischen Pflanzen wurden bereits im April gepflanzt.Die ausgewählten einheimischen Pflanzen wurden bereits im April gepflanzt.

Der Schwalbenschwanz ist einer der Schmetterlinge, der sich am neuen Garten erfreut.Der Schwalbenschwanz ist einer der Schmetterlinge, der sich am neuen Garten erfreut.