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29.März 2022

Neues Highlight im Tierpark

Heute wurde die Auen- und Kulturlandschaft Grosswijer im Natur- und Tierpark Goldau eröffnet. Im Zentrum des neuen Tierpark-Teils steht der Haustierpark mit dem Grosswijer-Hof.

Schon seit 2009 gab es im Tierpark einen Haustierpark neben der Gemeinschaftsanlage für Bär und Wolf. Dieser wurde als Provisorium erstellt – es dauerte bis 2021, bis die Bauarbeiten für das Projekt «Grosswijer» starteten. Um den Tierpark-Besucherinnen und -Besuchern eine ganzheitliche Sicht auf das Nebeneinander von Nutz- und Wildtieren zu bieten, wurde das Areal umgestaltet und es entstand eine Landschaft, in der neben den Nutztieren auch Amphibien, Störche und Kraniche leben.

Der Grosswijer ist mit rund 10’000 m2 Fläche ein neues Leuchtturmprojekt des Natur- und Tierparks Goldau. Im Herzstück der Anlage, im Grosswijer-Hof, sind Rinder, Esel, Ziegen, Schafe, Hühner und viele weitere Nutztierarten eingezogen. Die Tiere profitieren von geräumigen Stall-Abteilen, welche durch befestigte Aussenanlagen ergänzt wurden. In Kombination mit den Grünflächen, auf welchen die Tierarten abwechslungsweise weiden können, ist so ein tierfreundlicher Nutztierpark entstanden.

In der grosszügigen Landschaft rund um den Grosswijer-Hof finden diverse Kulturfolger Platz. Das Gebiet wird durch die Anlagen für die Weissstörche und Kraniche ergänzt, welche optimale Lebensräume erhalten haben. Beide Stelzvögel bevorzugen flaches Gelände in der Nähe von Gewässern, so wurden in beiden Anlagen Weiher angelegt. Durch die Anlage der Kraniche führt ein Steg für die Tierpark-Gäste, die Tiere finden im bewachsenen Gelände die benötigten Rückzugsmöglichkeiten.

Durchdachtes Gesamtprojekt
Wie beim Bau aller Anlagen im Natur- und Tierpark Goldau stand das Tierwohl an erster Stelle. Dazu werden Bedürfnisse weiterer Anspruchsgruppen berücksichtigt: Zum einen sind da die Tierpark-Gäste, die ab sofort eine neue Attraktion entdecken und geniessen können. Der Kontakt zu den Tieren ist wichtig und möglich, so kann beispielsweise die Anlage der Zwergziegen besucht werden, die Hühner haben ein Törchen, durch welches sie tagsüber schlüpfen und künftig auf den Gehwegen angetroffen werden können. Das Erdgeschoss des Grosswijer-Hofes ist für die Tiere und die Mitarbeitenden reserviert – der obere Stock ist für die Gäste zugänglich und sorgt für akustische wie auch duftende Erlebnisse. Im oberen Stock ist zudem ein helles und modernes Schulzimmer installiert, welches von Schulklassen gemietet werden kann. In einem weiteren Schritt soll eine Ausstellung zum Zusammenhang von Konsum und Tierhaltung installiert werden.

Weiter ist der Grosswijer Arbeitsplatz für die Tierpark-Mitarbeitenden. Mit den Poitou- und den Weissen Barock-Eseln sind bereits im Dezember 2021 die ersten Tiere eingezogen, nach und nach sind weitere Tierarten gefolgt. Dies erlaubte es, den neuen Arbeitsort und die Prozesse Schritt für Schritt heraufzufahren und zu optimieren.

Neue und wilde Bewohner willkommen
Während der Bauphase wurden die Tiere an verschiedenen Orten untergebracht. So verbrachten die Zwergziegen die Zeit in einem Provisorium im Park, die Schweine wurden an andere Halter abgegeben, die Esel, Kraniche und Störche wurden in Aussenstationen des Tierparks untergebracht und das Rind fand in der Zeit bei einem Bauern im Kanton Luzern ein Zuhause. Neben den bisherigen Tierarten gibt es auch Arten, die es in der Vergangenheit nicht im Tierpark zu sehen gab. Dazu gehören Bündner Oberländer Schafe, Truthühner, Tauben und auch wieder Kaninchen.

Neben den spezifischen Tieranlagen wurden auf dem Grosswijer Bereiche für wilde Bewohner geschaffen. Durch das Ausheben neuer Weiher als Laichgewässer wurde für Amphibien wie Laubfrösche und Gelbbauchunken ein Lebensraum erschaffen und extensiv bewirtschaftete Flächen entstanden. Mit den richtigen Strukturen und Bepflanzungen sollen so Amphibien aber auch Blindschleichen, Eidechsen, Siebenschläfer und Co. gefördert werden. Auf dem Rundgang um den Grosswijer finden die Tierpark-Gäste deshalb auch Beispiele und Infos, wie sie zu Hause mit einfachen Mitteln verschiedene Tierarten fördern können.

Bau dank grosszügigen Spenden
Der Wunsch nach einem neuen Lebensraum für die Nutztiere im Tierpark war nicht neu. Die Initiative für die Umsetzung kam von einer Spenderin. Bei den Projektsitzungen war Sie mehrere Male mit dabei und hat wichtige Inputs gegeben, unter anderem zu der modernen Bauweise des Stalles. Der Stall sollte neben der Zweckmässigkeit auch ästhetisch sein und dazu über eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach verfügen. Die Spenderin, die hier nicht namentlich genannt werden möchte, freut sich sehr, dass weitere Gönnerinnen und Gönner für die Umgebung und für die Anlagen der Störche, Kraniche und Amphibien gewonnen werden konnten.

Heute wurde der Grosswijer feierlich eröffnet und eingeweiht. Nach der Begrüssung durch die Tierpark-Direktorin Anna Baumann wurde der Hof durch den katholischen Pfarrer John Joy eingesegnet. Im Anschluss wurde die Gesellschaft in Kleingruppen durch den Grosswijer geführt und erfuhr viel Spannendes und Wissenswertes über die neue Anlage.

An der Eröffnung nahmen über 150 geladene Gäste teil. Zu ihnen gehörten unter anderem die grosszügigen Spenderinnen und Spender, die zum Bau des rund CHF 4.6 Millionen teuren Gesamtwerks beigetragen haben.

 

Die Auen- und Kulturlandschaft Grosswijer wurde heute feierlich eröffnet.

Die Auen- und Kulturlandschaft Grosswijer wurde heute feierlich eröffnet.

Im Zentrum der neuen Anlage steht der Grosswijer-Hof, in welchem Nutztiere ihr Zuhause gefunden haben.

Im Zentrum der neuen Anlage steht der Grosswijer-Hof, in welchem Nutztiere ihr Zuhause gefunden haben.

Die Tierpark-Direktorin Anna Baumann begrüsste die anwesenden Gäste.

Die Tierpark-Direktorin Anna Baumann begrüsste die anwesenden Gäste.

Der Grosswijer wurde durch Pfarrer John Joy eingeweiht.

Der Grosswijer wurde durch Pfarrer John Joy eingeweiht.

Es gab Führungen durch die Anlage; im Bild Tierarzt und Kurator Martin Wehrle beim Auskunft geben über die Nutztiere.

Es gab Führungen durch die Anlage; im Bild Tierarzt und Kurator Martin Wehrle beim Auskunft geben über die Nutztiere.

Auf dem Areal finden die Tierpark-Gäste Inputs und Ideen, wie sie die Natur zu Hause fördern können – im Bild Rahel Keller, Leiterin Marketing und Verkauf.

Auf dem Areal finden die Tierpark-Gäste Inputs und Ideen, wie sie die Natur zu Hause fördern können – im Bild Rahel Keller, Leiterin Marketing und Verkauf.

Der Grosswijer-Hof ist ein neuer Leuchtturm des Tierparks – im Bild Joe Michel, Leiter Bau und Infrastruktur.

Der Grosswijer-Hof ist ein neuer Leuchtturm des Tierparks – im Bild Joe Michel, Leiter Bau und Infrastruktur.

Seit dem Nachmittag ist der Grosswijer für die Tierpark-Besuchenden zugänglich.

Seit dem Nachmittag ist der Grosswijer für die Tierpark-Besuchenden zugänglich.