Bergsturz

Donnerndes Geröll und schwankender Boden

Die Erlebnishalle Bergsturz wird in den neuen Tierpark-Eingang integriert und gibt dem tragischen Ereignis von 1806 den gebührenden Rahmen.

1806 stürzten nach tagelangen Regenfällen 40 Millionen Kubikmeter Nagelfluh vom Rossberg 1000 Meter in die Tiefe. Die Wucht dieser Steinlawine war derart gross, dass die Gesteinsmassen am gegenüberliegenden Rigihang 100 Meter emporbrandeten. Lediglich 200 der 700 Einwohner überlebten die Katastrophe.

Diese Tragödie veränderte die Gegend für immer und noch heute prägen riesige Felsbrocken die Landschaft. Seit 1925 befindet sich der Natur- und Tierpark Goldau auf einem Teil des verschütteten Gebiets.

In einer neuen Bergsturzhalle soll dieses einschneidende Ereignis für die Nachwelt erlebbar werden.

Erlebnis Bergsturz

Im Zentrum steht das Erleben des Bergsturzes: In die Materie eintauchen, Dinge anfassen, aktiv sein, spielerisch Wissen aneignen.

Die Gestaltung der Halle ist luftig und transparent. Als Blickfang dient ein dominanter Felsblock, der die Neugier weckt.

Bergsturz-Simulator

Das zentrale Erlebniselement der Bergsturzhalle ist der 4D-Simulator, der in einem grossen Sturzblock eingebaut ist. Eine 180°-Projektion und ein rüttelnder Boden lassen in das Ereignis, welches das Gesicht von Goldau nachhaltig verändert und den Tierpark erst möglich machte, eintauchen.

Roher Beton steht stellvertretend für die riesigen Sturzblöcke – die Besuchenden befinden sich mitten im Geschehen, erleben die gewaltigen Felsmassen und erfahren das Drunter und Drüber der stürzenden Felsblöcke.

Kryptische Leuchtzahlen an den Betonblöcken machen neugierig. Es sind die «Katastrophen-Zahlen». Sie geben Auskunft über die Opfer des Bergsturzes: 457 tödlich Verunglückte, 206 Gerettete, 111 verschüttete Wohnhäuser, etc.

Die Namen der 457 Opfer sind an der Fensterfront zu lesen.

Das Kabinett

Der geschlossene Depotraum wird als Studienkabinett gestaltet. Im Rahmen einer buchbaren Führung als Zusatzangebot, werden hier spezielle Objekte der Sammlung und ihre spannende Geschichte vorgestellt. Ausgestattet wird das Kabinett an der Rückwand mit den in die Jahre gekommenen Holzwänden, Vitrinen und der Bildersammlung des alten Museums. Sie sind damit selbst Zeitzeugen aus vergangener Zeit.

Die Eingangstüre wird als Guckkasten (und somit als weitere «Vitrine» an der Objektwand) gestaltet, so dass die Besucherinnen und Besucher einen Einblick bekommen und «gwundrig» werden auf die weiteren Objekte und Geschichten. In dieser «Vitrine» können die Besucherinnen und Besucher auch das beliebte, alte Museum in der neuen Bergsturzhalle integriert und «konserviert» auf einer Führung wiederentdecken.

Rendez-vous mit den Rothirschen

Rothirsch

Auf dem Dach des 4D-Simulators treffen Besucherinnen und Besucher auf die Rothirsche, wenn auch getrennt durch eine Glasscheibe. Genauso spannend ist der Blick auf das Innere der Ausstellung und die Sturzblöcke.

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