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Der Natur- und Tierpark Goldau bleibt bis zum 8. Juni für Besuchende geschlossen.

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Alpenkrähe

In der Schweiz kann man die Alpenkrähe lediglich im Wallis in freier Wildbahn beobachten.

Alpenkrähe

Alpenkrähe
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Die Alpenkrähe ist die seltenere und weniger bekannte «Schwesterart» der Alpendohle. Gemeinsam ist den beiden Arten aus der Familie der Rabenvögel, dass sie Bergbewohner sind und gerne in Felswänden nisten. Die Alpenkrähe hat als ausgewachsener Vogel ein schwarzes Federkleid, der Schnabel und die Füsse sind rot gefärbt. Alpenkrähen und Alpendohlen bewohnen zwar den gleichen Lebensraum und haben eine ähnliche Lebensweise, sie sind aber nur selten in gemischten Gruppen unterwegs.

Alpenkrähen sind in den Bergen Südeuropas verbreitet und erreichen auf der Alpensüdseite der Schweiz die nördliche Begrenzung ihres Verbreitungsgebiets. An den Küsten kommt die seltene Krähenart aber sogar bis nach Schottland vor. In der Schweiz kann man Alpenkrähen einzig im Wallis in freier Wildbahn beobachten. Noch etwa 70 bis 80 Paare sind dort erhalten geblieben – damit zählt die Alpenkrähe zu den stark bedrohten Vogelarten in unserem Land. Ihre Nistplätze, welche die Vögel über mehrere Jahre hinweg nutzen, haben die Alpenkrähen in Höhenlagen von 1600 bis 3000 Meter über Meer. Im Winter gehen sie oft auf Nahrungssuche in tiefere Lagen, um dem Futtermangel im Gebirge zu entgehen. Alpenkrähen-Paare sind sich normalerweise ein Leben lang treu. Nur beim Tod eines Partners verpaaren sie sich neu. Die Vögel sind richtige Flugkünstler und können waghalsige Manöver rund um Berggipfel und Felsklippen vollführen.

Im Natur- und Tierpark Goldau sind die Alpenkrähen zurzeit hinter den Kulissen, in der Bartgeier-Zuchtstation ausserhalb des Parks zu Hause. Das Ziel des Tierparks ist es, die Alpenkrähe zu züchten und so einen Beitrag für die Arterhaltung und Wiederansiedlung zu leisten.