Kolkrabe

Mit einem beeindruckenden Sturzflug schafft es dieser Flugkünstler, grosse Greifvögel zu ärgern.

Kolkrabe

Kolkrabe
CORVUS CORAX

Anders als seine Verwandten, die Rabenkrähen, meidet der Kolkrabe menschliche Siedlungen. Sie kommen im Bergland und in einsamen Wäldern des Flachlandes vor. Nebst Europa besiedeln sie auch weite Teile Nordamerikas, Nordafrikas und Nordasiens.

Im Flug ist ihm kaum ein Tier gewachsen; häufig kann man sehen, wie er durch gezielte Sturzflüge Adler und andere grössere Greifvögel ärgert. Kolkraben sind sehr intelligente Tiere, welche durchaus Kunststücke erlernen können. In der Natur nutzen sie ihre Intelligenz, um auch die verborgenste Nahrung zu finden. Kolkraben ernähren sich von toten und lebendigen Tieren, aber auch viel Obst und Getreide gehört in ihren Speiseplan. Da sie sich häufig von Aas ernähren, bekamen sie in früheren Jahrhunderten einen schlechten Ruf. Nicht zuletzt wohl auch, da man sie während Kriegen an Leichen fressen sah.

Auch der schlechte Ruf der «Rabenmütter» verdienen die Kolkraben nicht. Im Gegenteil: Sie schauen sehr gut zu ihrem Nachwuchs und polstern zum Beispiel ihr Nest je nach Temperatur unterschiedlich aus.

Unsere Volieren für die Eulen und die Kolkraben sind in die Jahre gekommen – ein Neubau ist dringend notwendig. Damit man auch während der Bauphase der neuen Voliere von den Bartgeiern zu den Steinböcken gelangen kann, wird ein Umgehungsweg gebaut. Dieser wird durch die Anlage der Kolkraben verlaufen. Deshalb wurden die beiden Vögel Mitte September eingefangen und in die Vogelzucht-Station ausserhalb des Parks gebracht. Daher gibt es momentan keine Kolkraben im Tierpark. Informationen zu der neuen Voliere gibt es HIER.

 

Weitere Informationen zum Kolkraben gibt es im Zootier-Lexikon.