Rothalsgans

Rothalsgänse sind gesellig und weiden tagsüber in Gruppen von oft mehreren tausend Tieren.

Rothalsgans
Rothalsgans

Rothalsgans
BRANTA RUFICOLLIS

Wie der Name vermuten lässt, ist die eher kleine Rothalsgans an Wange, Hals und Brust in dunklem rotbraun eingefärbt.

Wie die meisten Gänse sind auch Rothalsgänse Zugvögel. Sie fliegen von der europäischen Arktis nach Zentralasien, um dort zu überwintern. In ihrem Winterquartier haben sie einen sehr festen Tagesrhythmus, der sich nach der Sonne richtet. Vor Sonnenaufgang fliegen die ersten auf, um zur nächsten Süsswasserstelle zu ziehen. Teilweise sind dabei mehrere Tausend Gänse gleichzeitig in der Luft. Am Abend beginnt pünktlich nach Sonnenuntergang der Rückflug zu den Übernachtungsplätzen.

Rothalsgänse brüten oft in der Nähe von Falkennestern, wie etwa von Wanderfalke oder Raufussbussard. Auch in der Nähe von Grossmöwenkolonien wie Eis- und Silbermöwen brüten Rothalsgänse häufiger, wenn auch deutlich seltener als in der Umgebung von Greifvögeln. Ornithologen vermuten, dass die Aufzucht der Brut in der Nähe eines Greifvogelnestes den Nachwuchs der Rothalsgans vor den Raubvögeln schützt, da diese nie in unmittelbarer Nähe ihres Nestes jagen. Zudem vertreiben die Greifvögel vehement mögliche Beutegreifer wie den Polarfuchs aus ihrem Brutgebiet – und damit auch aus dem Brutgebiet der Rothalsgans.

Im Natur- und Tierpark Goldau finden Sie die Rothalsgans rund um den Blauweiher, wo sie sich auch gerne auf dem Weg aufhält.