Stockente

Der Prozess der Verstädterung der Stockente dürfte bereits im 18. Jahrhundert begonnen haben.

Stockente
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ANAS PLATYRHYNCHOS

Zur Paarungs- und Brutzeit ist das Männchen mit seinem dunkelgrün schimmernden Kopfgefieder gut zu erkennen. In seinem «Schlichtkleid» unterscheidet er sich insbesondere durch seinen grüngelben Schnabel von der weiblichen Stockente, deren Schnabel braunorange gefärbt ist.

Die Stockente ist die häufigste und am weitesten verbreitete Ente überhaupt und lebt auf allen Kontinenten nördlich des Äquators. Die meisten Stockenten sind Standvögel – lediglich Populationen aus Nord- und Osteuropa wandern im Winter in den Süden. Junge Stockentenfamilien wurden schon auf Gebirgsseen in 2000 Metern Höhe beobachtet. Ihre Nester legen sie meist gut versteckt am Boden an. Es kann aber auch vorkommen, dass sie mitten in der Stadt in Parkanlagen oder in Blumenkästen auf Balkonen brüten.

Stockenten zeigen im Herbst ein auffälliges Balzverhalten: Sie reissen den Kopf hoch oder strecken ihn flach auf dem Wasser aus. Dabei pfeifen sie häufig. Immer wieder kann man auch beobachten, wie ein Weibchen von mehreren Erpeln gejagt wird.

Normalerweise legt das Weibchen 6 – 17 Eier. Sobald die Küken geschlüpft sind, werden sie noch 50 – 60 Tage vom Weibchen betreut. Die ersten Wochen überleben aufgrund vieler Fressfeinde und der Kälte jeweils nur wenige Küken. Während der Jagdsaison im Herbst werden weitere Jungvögel abgeschossen, sodass im Schnitt nur ein gutes Viertel aller Stockenten mehr als ein Jahr alt wird.

Stockenten sind bei der Nahrungssuche vor allem nachtaktiv. Dann fliegen viele Stockenten auf Wiesen, abgeerntete Felder oder an Waldränder, wo sie nach Samen suchen. Im Verlauf des Morgens kehren sie auf die Ruhegewässer zurück, um zu schlafen und Gefiederpflege zu betreiben.

Im Natur- und Tierpark Goldau finden Sie die Stockenten sowohl auf dem Blau- wie auch auf dem Waldweiher.