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Das Vandalenstück war professionell befestigt und hinterliess Spuren.
21.April 2020

Vandalismus gegen den Tierpark

Unglaublich, aber wahr: In der Nacht vom vergangenen Freitag auf Samstag, 18. April, haben Unbekannte das Wolfs-Bild des Tierparks überklebt und massiven Schaden angerichtet. Und das ausgerechnet in einer so schon schwierigen Zeit.

Seit September 2019 ziert ein gesprayter Wolf den Weg zum Tierpark. In aufwändiger Arbeit hat Ralph Hospenthal (aka Seone) den Wolf für den Natur- und Tierpark Goldau erstellt. Am vergangenen Wochenende wurde der Wolf nun beschädigt – und wie es scheint gezielt und detailliert geplant.

Dem Wolf wurde ein Bild eines toten Schafes ins Maul gelegt; dieses war auf eine Spanplatte aufgemalt. «Das war mehr als nur ein Lausbubenstreich», so der Künstler Ralph Hospenthal. «Die Platte war fünffach befestigt: mit Schaumleim, Silikon, Baukleber, Spiegelband und zusätzlich noch angeschraubt». Es muss also von einer genau vorbereiteten Aktion ausgegangen werden.

Am Samstagmorgen entfernten Mitarbeitende des Tierparks die Spanplatte und Hospenthal wendete über das Wochenende mehrere Stunden auf, um die verschiedenen Klebstoffe zu entfernen. Der Schaden wird auf CHF 1’500 – 2’500.- geschätzt, da die Arbeit, um das Bild zu retten, sehr aufwändig ist.

Gemeinsames Projekt – gemeinsames Leid
Der gesprayte Wolf ist ein gemeinsames Projekt des Tierparks und Seone. Das Kunstwerk an sich ist Eigentum von Ralph Hospenthal – der Natur- und Tierpark Goldau hat sich an den Materialkosten beteiligt. Als Eigentümer hat Hospenthal Anzeige gegen Unbekannt eingereicht.

Dass dieser Akt der Zerstörung genau jetzt in der Krise gemacht wird, fühlt sich wie ein Schlag ins Genick an. Denn der Natur- und Tierpark Goldau ist seit Mitte März und voraussichtlich bis und mit 7. Juni für Besuchende geschlossen. Damit fallen alle Einnahmen weg – und trotz allen möglichen Sparmassnahmen belaufen sich die Kosten für einen Tierpark-Tag auf rund CHF 15’000.-. Wer nun rechnet kommt zum Ergebnis, dass die fast dreimonatige Schliessung des Parks knapp CHF 1’290’000.- an Kosten mit sich bringt; ohne, dass entsprechende Einnahmen generiert werden können. So werden wohl der Tierpark wie auch der Künstler die Kosten für den Vandalenakt tragen müssen.

Unterstützung für den Tierpark
Der Natur- und Tierpark Goldau ist auf Sparkurs. Die komplette Belegschaft macht Kurzarbeit, es werden momentan nur die nötigsten Ausgaben gemacht – die Versorgung der Tiere ist jederzeit gewährleistet und hat oberste Priorität. Auf der Seite www.tierpark.ch/corona-hilfe finden Sie alle Angaben, wie Sie den Natur- und Tierpark Goldau in dieser herausfordernden Zeit unterstützen können.

 

Das Kunstwerk zierte seit September 2019 den Weg zum Tierpark.

Das Kunstwerk zierte seit September 2019 den Weg zum Tierpark.

Das Vandalenstück war professionell befestigt und hinterliess Spuren.

Das Vandalenstück war professionell befestigt und hinterliess Spuren.