Wiedereröffnung

Der Natur- und Tierpark Goldau ist wieder geöffnet – ohne limitierte Besucherzahl!

Infos zur Wiedereröffnung

News

Aktuell befinden sich sieben Rehkitze in der Auffangstation des Tierparks.
23.Juni 2020

Volles Haus in der Auffangstation

Der Natur- und Tierpark Goldau ist mehr als ein Park, in dem Tiere entdeckt werden können. Hinter den Kulissen wird eine Auffangstation für kranke, verwaiste und verletzte Wildtiere betrieben. Aktuell ist viel los – insbesondere Rehkitze benötigen aktuell Unterstützung.

Im Natur- und Tierpark Goldau werden nicht nur die «eigenen» Tiere versorgt, denn zum Park gehört auch eine Auffang- und Pflegestation für Wildtiere. Und diese ist das ganze Jahr gut besucht, aber gerade im Frühling benötigen speziell viele Tiere Betreuung. Nicht nur von Wildhütern werden Tiere gebracht, sondern vermehrt auch von Privatpersonen, nach Absprache mit der kantonalen Jagdverwaltung. Im letzten Jahr wurden so in Goldau 162 Tiere betreut – im Jahr davor waren es noch 117. Das entspricht einem Anstieg von über 30%, Tendenz steigend. Aktuell befinden sich besonders viele Jungtiere in der Auffangstation. Junge Fledermäuse, die mit der Pinzette gefüttert werden, Vögel wie Waldkauz, Waldohreule und diverse Singvögel sowie Igel, Steinmarder und sieben Rehkitze. Dabei handelt es sich nicht nur um Wildtiere aus der Region, die Rehkitze beispielsweise stammen aus verschiedenen Kantonen.

Die Aufzucht von Jungtieren bedarf generell viel Zeit und vollen Einsatz des Tierpark-Teams. Denn selbstverständlich werden die Tiere auch in der Nacht und über das Wochenende betreut, teilweise ist die Fütterung im Zweistundentakt nötig. Beispielsweise die Rehkitze sind meist wenige Tage alt, wenn sie nach Goldau gebracht werden und benötigen eine aufwendige Betreuung. Denn ein junges Reh akzeptiert einen Schoppen meist nur zögerlich; es ist viel Geduld und Ruhe gefragt, bis die Nahrungsaufnahme funktioniert.

Bei jedem Tier ist das Ziel, das Tier so zu pflegen, dass es wieder in seinen natürlichen Lebensraum entlassen werden kann. Aus diesem Grund wird bei aller Fürsorge und Hege auch darauf geachtet, dass der Kontakt zum Menschen nicht zu intensiv ist. Denn dies hätte negative Auswirkungen auf eine mögliche Wiederauswilderung. Darum werden zum Beispiel die Kitze nicht von Hand, sondern mit einem «Schoppen-Ständer» getränkt. Die spezielle Pflege und der Umgang je nach Tierart – sogar je nach Individuum – gehört in die Hände von Fachleuten, die über das benötigte Wissen verfügen.

Die Auffang- und Pflegestation in Goldau
Mit der Übernahme von in Not geratener Wildtiere engagiert sich der Natur- und Tierpark Goldau nachhaltig für den Schutz der einheimischen Tierwelt. Die aufwendige medizinische Versorgung von verwaisten, kranken und verletzten Pfleglingen erfolgt so lange, bis sie wieder auf ihren eigenen Beinen oder Flügeln in ihren natürlichen Lebensraum entlassen werden können. Der Natur- und Tierpark setzt alles daran, die tierischen Patienten ihren Bedürfnissen entsprechend zu pflegen, damit sie schnellstmöglich genesen und heranwachsen können. Für jedes Tier sucht das Tierärzte- und Tierpflegerteam individuell die optimale Lösung.

Um die Tiere bestmöglich betreuen zu können, ist der Tierpark auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Weitere Informationen zu der Auffang- und Pflegestation gibt es HIER.

 

Aktuell befinden sich sieben Rehkitze in der Auffangstation des Tierparks.

Aktuell befinden sich sieben Rehkitze in der Auffangstation des Tierparks.

Die Kitze sind meist erst wenige Tage alt, wenn sie nach Goldau gebracht werden.

Die Kitze sind meist erst wenige Tage alt, wenn sie nach Goldau gebracht werden.

Die Kitze werden mit möglichst wenig Menschenkontakt aufgezogen, um sie später wieder auswildern zu können.

Die Kitze werden mit möglichst wenig Menschenkontakt aufgezogen, um sie später wieder auswildern zu können.

Auch Igel werden regelmässig gebracht – von Jungtieren über kranke bis zu verletzten Igeln.

Auch Igel werden regelmässig gebracht – von Jungtieren über kranke bis zu verletzten Igeln.

Der Frühling ist auch Jungvogel-Zeit: Es ist nicht immer einfach, die Tiere zum Fressen zu animieren.

Der Frühling ist auch Jungvogel-Zeit: Es ist nicht immer einfach, die Tiere zum Fressen zu animieren.

Wenn immer möglich werden die Findeltiere nach ihrer Genesung wieder in ihren natürlichen Lebensraum entlassen (im Bild ein Mauersegler).

Wenn immer möglich werden die Findeltiere nach ihrer Genesung wieder in ihren natürlichen Lebensraum entlassen (im Bild ein Mauersegler).

Nicht nur Jungtiere, sondern auch verletzte Tiere werden in Goldau betreut (im Bild ein Mäusebussard) und in grossen Volieren wird mit ihnen Flugtraining gemacht.

Nicht nur Jungtiere, sondern auch verletzte Tiere werden in Goldau betreut (im Bild ein Mäusebussard) und in grossen Volieren wird mit ihnen Flugtraining gemacht.

Für jedes Tier sucht das Tierärzte- und Tierpflegerteam die optimale Lösung. Die Auffangboxen werden tiergerecht eingerichtet, wie bei dieser jungen Waldohreule.

Für jedes Tier sucht das Tierärzte- und Tierpflegerteam die optimale Lösung. Die Auffangboxen werden tiergerecht eingerichtet, wie bei dieser jungen Waldohreule.