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Dabei durfte auch ein Abstecher ans Wasser nicht fehlen.
19.Oktober 2021

Willkommen zurück, Bärin Maya!

Sie ist zurück «nach Hause» gekommen: Die Bärendame Maya ist im Natur- und Tierpark Goldau zur Welt gekommen. Nachdem sie rund 20 Jahre im Zoo in Montpellier war, ist sie vor rund zwei Wochen wieder nach Goldau zurückgekehrt.

Es war ein freudiges Wiedersehen, als Maya am 7. Oktober 2021 in Goldau ankam. Nicht, dass sich die Bärendame an die Anlage erinnern würde; denn als sie im Jahr 2000 in Goldau zur Welt kam, gab es die heutige Gemeinschaftsanlage für Bär und Wolf noch nicht. Damals lebte sie in der alten Bärenanlage, bis sie 2001 zusammen mit ihrer Schwester und einem weiteren, ein Jahr älteren Bären nach Montpellier (Frankreich) reiste.

Der eine oder andere Mitarbeiter hat sich aber an die Bärin erinnert – insbesondere bei Tierpark-Tierarzt Martin Wehrle brachte die Heimkehr einige Erinnerungen mit. Das Bären-Trio wurde damals von ihm für die Reise nach Frankreich vorbereitet. Es war der erste Bärentransport für Martin Wehrle, ein Moment, den er so schnell nicht vergessen hat und wird. So überrascht es nicht, dass Wehrle Maya mit den Worten «Na Kleine, kannst du das noch?» und einem feinen Klopfen an die Stangen im Bärenstall begrüsste. Die Freude über die Ankunft der Bärin war sichtbar und spürbar.

Die Ankunft in Goldau
Der Transport von Maya wurde sorgfältig vorbereitet und intensiv geplant. So wurde die Bärin in einer bärensicheren Transportbox mittels Spezialtransport per LKW in die Schweiz gebracht. Nachdem sie am Mittag in Goldau ankam, wurde ihre Transportbox gut auf einem Traktor befestigt zum Bärenstall transportiert. Da angekommen brauchte es viel Feingefühl wie auch einiges an Kraft, da die Box passgenau vor der Stallschleuse platziert werden musste. Da kein Traktor in den Bärenstall passt, geschah dies mithilfe eines Lastenrollers und viel Muskelkraft.

Der Stall war vorbereitet, für Maya stand Futter bereit – vom Zoo Montpellier kam die Information, dass ihr Lieblingsgemüse Fenchel sein. Als erstes verspeiste die fellige Dame jedoch das Apfelmus, Trauben und Futterpellets, bevor sie sich dann dem grünen Gemüse hingab.

Die ersten vier Tage verbrachte Maya im Stall sowie dem dazugehörenden Vorplatz. Am fünften Tag durfte sie zum ersten Mal die grosse, für sie neue Anlage auskundschaften, was sie ausgiebig tat. Seither kann sie in der Anlage entdeckt und beobachtet werden.

Kein Bärennachwuchs in Sicht
Zusammen mit Maya sind nun wieder drei Bären in Goldau zu Hause. Takis wurde 2008 in Goldau geboren und 2019 zog Laila aus dem Allwetterzoo Münster nach Goldau. Genau wie damals der Zoo Münster hat nun auch der Zoo Montpellier die Haltung der Syrischen Braunbären eingestellt. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) wurde entschieden, dass auch Maya in Goldau am besten aufgehoben ist.

Wer sich jetzt auf Bärennachwuchs von Takis, Laila und Maya freut, tut dies leider vergebens. Laila ist bereits 30 Jahre alt, Takis und Maya sind Geschwister: Sie beide stammen von denselben Eltern ab.

Der Syrische Braunbär ist stark gefährdet
Der Braunbär gilt neben dem Eisbären als grösstes lebendes Landraubtier. «Meister Petz» erbeutet aber selten lebende Tiere, da er ein eher ungeschickter Jäger ist. Daher begnügt er sich lieber mit Gräsern, Früchten, Honig und Aas. Heute gibt es nur noch wenige Braunbären in Europa. Grössere Bestände gibt es nur noch in Skandinavien und Südosteuropa.

Im Natur- und Tierpark Goldau gibt es Syrische Braunbären, eine Unterart der Braunbären. Der Syrische Braunbär ist kleiner und heller als der europäische Braunbär und lebt ursprünglich im Nahen Osten. Zu der Verbreitung in diesen Regionen gibt es keine verlässlichen Zahlen – ob in Syrien selber noch Tiere leben ist unbekannt, aber äusserst unwahrscheinlich. Gewiss ist, dass sie stark vom Aussterben bedroht sind. Auch in Zoos gibt es weltweit nur noch rund 50 Syrische Braunbären. Der Natur- und Tierpark Goldau hält vorerst an die Haltung der Unterart fest, insbesondere, da man die Hoffnung nicht aufgibt, zur Erhaltung des Syrischen Braunbären beitragen zu können.

Die Bären in Goldau
Takis geboren im Januar 2008 im Natur- und Tierpark Goldau
Laila geboren im Januar 1991 in Wien – mit zwei Jahren kam sie mit ihrem (kastrierten) Bruder nach Münster und im Oktober 2019 nach Goldau
Maya geboren im Januar 2000 im Natur- und Tierpark Goldau – 2001 kam sie in den Zoo Montpellier, bis sie im Oktober 2021 wieder nach Goldau zurückkam

 

Die Ankunft von Maya war auch für die Tierpark-Mitarbeitenden ein Highlight.

Die Ankunft von Maya war auch für die Tierpark-Mitarbeitenden ein Highlight.

Für den Traktor war vor dem Bärenstall Endstation.

Für den Traktor war vor dem Bärenstall Endstation.

Von da aus ging es mit Muskelkraft weiter.

Von da aus ging es mit Muskelkraft weiter.

Der Zoo Montpellier hatte Futter für Maya mitgegeben, mit einem grossen Hinweis, dass sie Fenchel liebt.

Der Zoo Montpellier hatte Futter für Maya mitgegeben, mit einem grossen Hinweis, dass sie Fenchel liebt.

Bald nach ihrer Ankunft erkundete Maya ihre neue Anlage.

Bald nach ihrer Ankunft erkundete Maya ihre neue Anlage.

Neugierig beschnüffelte sie jeden Winkel und schaute sich um.

Neugierig beschnüffelte sie jeden Winkel und schaute sich um.

Dabei durfte auch ein Abstecher ans Wasser nicht fehlen.

Dabei durfte auch ein Abstecher ans Wasser nicht fehlen.

Maya ist in Goldau geboren – dieses Bild stammt aus dem Tierpark-Fotoarchiv (analoge Aufnahme).

Maya ist in Goldau geboren – dieses Bild stammt aus dem Tierpark-Fotoarchiv (analoge Aufnahme).