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Hausschwein
Sus scrofa domesticus

Hausschweine unterscheiden sich mit der in der Regel rosa gefärbten Haut und dem Ringelschwanz äusserlich klar von ihren Vorfahren, den Wildschweinen. Was ihr Verhalten betrifft sind sich die beiden jedoch sehr ähnlich. Falls es die Haltung zulässt, stöbern Hausschweine mit ihrer ausgezeichneten Nase im Boden nach Futter und bauen aus Ästen einen Unterschlupf für ihre Jungen. Ausserdem schliessen sie sich zu Familien zusammen und trennen ihr Gehege in einen Kot- und Liegeplatz ab. Das sind alles Verhaltensweisen, die auch beim Wildschwein beobachtet werden können. Was ihre Nahrung betrifft sind Schweine nicht wählerisch. Als typische Allesfresser ernähren sie sich von dem, was sie am einfachsten finden.

Das Schwein wurde vor etwa 10’000 Jahren domestiziert (gezähmt) und auf Grösse gezüchtet, um möglichst grosse Schweine für die Fleischproduktion zu erhalten.

So erstaunt es nicht, dass Hausschweine grösser als Wildschweine werden können und auch vier zusätzliche Rippenpaare besitzen – so gibt es 8 Koteletten mehr als vom wilden Vorfahren. Das Schwein wird aber nicht nur zur Fleisch- und Fettproduktion verwendet. Heute werden praktisch alle Bestandteile eines Schweins genutzt. Seine Haut wird als Leder weiterverarbeitet, aus den Borsten stellt man z.B. Pinsel und Bürsten her und aus den Knochen kann Gelatine gewonnen werden, welche man in unzähligen Produkten und Lebensmitteln wieder findet.

Im Haustierpark des Natur- und Tierpark Goldau leben unsere Hausschweine ihre wilde Seite aus und lassen sich beim Wühlen in der Erde und beim Suhlen im Schlamm beobachten. Letzteres tun sie übrigens nicht nur aus Spass. Da Schweine nicht schwitzen können, kühlen sie so ihren Körper ab und reinigen sich gleichzeitig von Parasiten.
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Datum: 20. März 2014 Author: Natur- und Tierpark Goldau