Eurasischer Fischotter

Der Fischotter kann die Luft bis zu sieben Minuten anhalten.

Fischotter
Fischotter

Eurasischer Fischotter
Lutra lutra

Mit seinen Barthaaren, den so genannten Vibrissen, spürt der Fischotter seine Beute im trüben Wasser auf und erkennt Hindernisse. Vibrissen sind hochempfindsame Tasthaare, die Bewegungen, Objekte sowie Wärme und Kälte wahrnehmen können. Vom Kopf bis zu seinem völlig behaarten und spitz zulaufenden Schwanz misst der Fischotter bis zu 120cm. Sein dichtes Fell ist wasserdicht und hält den Körper warm. Lange Zeit wurden Fischotterfelle verarbeitet und teuer gehandelt. Heute ist der Handel verboten.

Aufgrund seiner Nahrungspräferenzen galt der Fischotter vielerorts als Schädling. Als Konkurrent der Fischer wurde er stark bejagt. Die komplette Ausrottung wurde im 19. Jahrhundert angestrebt. In der Schweiz ist der Fischotter seit 1952 eine geschützte Art, trotzdem starb er – vermutlich infolge Lebensraumverlustes – gut vierzig Jahre später aus. Inzwischen haben sich die Bedingungen und damit die Bestände vor allem in Osteuropa wieder erholt und man rechnet damit, dass natürliche Zuwanderungen auch in die Schweiz erfolgen werden.

Die Fischotteranlage im Natur- und Tierpark Goldau wurde im Juni 2012 eröffnet und befindet sich in der Nähe des Eingangs. Mit ein wenig Glück können Sie dort seine Schwimmkünste auf Augenhöhe bestaunen.