Knäkente
Anas querquedula

Die Knäkente gehört zu den kleinsten Enten. Trotzdem legt sie jedes Jahr Tausende Kilometer Flugstrecke zwischen ihren Brutgebieten in den gemässigten Breiten Europas und Asiens und den Überwinterungsgebieten in Afrika zurück. Das Brutkleid der männlichen Knäkente ist gekennzeichnet durch einen braunen Kopf mit weissen Längstreifen oberhalb der Augen. Auf den Flanken hat es ein feines, silbergrau-schwarzes Wellenmuster, der Bauch ist weiss. Das Weibchen trägt ein grauweissbraun gemustertes Kleid und ist schwer von der ebenfalls kleinen und sehr ähnlichen Krickente zu unterscheiden.

Sie brütet in den gemässigten Breiten Europas und Asiens. Als Lebensraum bevorzugt sie Flachteiche, feuchte Wiesen oder seichte Buchten grösserer Seen. Dort werden die Nester gut getarnt auf trockenem Grund entlang dem Ufer angelegt. Knäkenten sind ausgeprägte Zugvögel und verbringen die Wintermonate südlich der Sahara in Afrika.

Erst im April kehren sie für die Brutzeit, welche von April bis Mai dauert, zurück. Durchschnittlich legen sie acht bis elf Eier. Knäkenten leben sehr heimlich, besonders wenn sie Jungtiere haben. Ein Nachweis einer erfolgreichen Brut ist daher nur schwer zu erbringen. Knäkenten sind anpassungsfähige Allesfresser. Auf Ihrem Speiseplan steht tierische Nahrung wie Kleinkrebse, Insektenlarven und Schnecken, aber auch Samen, Knospen und Wurzeln. Knäkenten gehören zu den sogenannten „Gründelenten“ und ernähren sich von der Wasseroberfläche aus.

Der Bestand der Knäkente nimmt in ganz Europa ab. Zudem gibt es ausgeprägte Schwankungen. Diese dürften mit den Dürreperioden im Sahel zusammenhängen, dort befinden sich die Hauptüberwinterungsgebiete. Für die gesamte Abnahme des Bestandes dürften nebst der verschlechterten Bedingungen in vielen Winterquartieren vor allem die intensivierte Landwirtschaft in Russland, dem Hauptbrutgebiet der Knäkente und der hohe Jagddruck verantwortlich sein.

Im Tierpark Goldau finden Sie die Knäkente auf dem Rundgang beim Blauweiher. Dort halten sie sich im Gebiet der Schwarzhalsschwäne auf.
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Datum: 21. März 2014 Author: Natur- und Tierpark Goldau